Überlingen am Bodensee: Sehenswürdigkeiten, Promenade und Tipps für deinen Besuch

Überlingen liegt am nördlichen Bodenseeufer und verbindet eine überraschend gut erhaltene Altstadt mit einer langen Uferpromenade, historischen Stadtgräben, Parks und direktem Zugang zum See. Anders als in vielen Orten verläuft zwischen Altstadt und Wasser keine stark befahrene Straße. Dadurch kannst du vom Landungsplatz aus unmittelbar am Bodensee entlanglaufen, in wenigen Minuten das Münster erreichen oder deinen Rundgang durch die grünen ehemaligen Befestigungsanlagen fortsetzen.

Kurzantwort: Überlingen am Bodensee lohnt sich besonders wegen seiner historischen Altstadt, der blühenden Uferpromenade, des Münsters St. Nikolaus, der mittelalterlichen Stadtbefestigung und der zahlreichen Gärten. Für einen ersten Rundgang solltest du mindestens vier Stunden einplanen. Mit Bodensee-Therme, Schifffahrt oder Museum lässt sich in Überlingen problemlos ein ganzer Tag verbringen.

Die Stadt blickt auf mehr als 1.250 Jahre Geschichte zurück. Ihre Blütezeit als Freie Reichsstadt ist bis heute an Patrizierhäusern, Türmen, Stadtgräben, dem spätgotischen Rathaus und dem Münster zu erkennen. Gleichzeitig haben der Uferpark und die für die Landesgartenschau 2021 geschaffenen Grünanlagen Überlingen deutlich stärker zum See geöffnet.

Blick von der begrünten Uferpromenade in Überlingen durch einen großen Baum auf den Bodensee.
Uferpromenade in Überlingen am Bodensee

Überlingen am Bodensee auf einen Blick

ThemaEmpfehlung
LageAm nördlichen Ufer des Überlinger Sees
Besonders sehenswertUferpromenade, Altstadt, Münster, Rathaus, Stadtgraben und Stadtgarten
Zeit für einen RundgangEtwa 3 bis 4 Stunden
Zeit für einen Tagesausflug6 bis 8 Stunden
Für FamilienUferpark, Spielplätze, Rehgehege, Schifffahrt, Therme und Haustierhof Reutemühle
Bei RegenBodensee-Therme, Städtisches Museum, Münster und Greth
SchifffahrtAb dem Landungsplatz, saisonabhängig
MarkttageMittwoch und Samstag
Anreise ohne AutoGut mit Bahn, Bus oder Schiff möglich
Beste ReisezeitFrühling bis Herbst; Therme und Altstadt lohnen sich auch im Winter

Was macht Überlingen so besonders?

Überlingen lebt nicht von einem einzelnen Wahrzeichen. Der Reiz entsteht aus der Verbindung von See, mittelalterlicher Stadt und ungewöhnlich vielen Grünanlagen. Vom Landungsplatz sind es nur wenige Schritte zur Hofstatt, zum Rathaus und zum Münster. Wenig später stehst du zwischen alten Mauern im Stadtgraben oder schaust vom höher gelegenen Stadtgarten über die Dächer hinweg auf den Bodensee.

Die Hanglage gehört zum Stadtbild. Zwischen Promenade und oberen Teilen der Altstadt liegen Treppen, ansteigende Gassen und teilweise steile Wege. Gerade dadurch ergeben sich immer wieder neue Ausblicke. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann einen stufenlosen Stadtrundgang wählen und die stärksten Steigungen umgehen.

Für wen eignet sich Überlingen?

Ein Tagesausflug passt besonders gut zu dir, wenn du:

  • eine historische Altstadt ohne Großstadttrubel suchst,
  • gerne am Wasser spazierst,
  • Architektur und Gärten miteinander verbinden möchtest,
  • mit dem Schiff anreisen oder eine Rundfahrt unternehmen willst,
  • einen Ort für einen entspannten Tag mit Kindern suchst,
  • bei schlechterem Wetter eine Therme besuchen möchtest.

Wer viele Fahrgeschäfte, große Einkaufszentren oder ein ausgeprägtes Nachtleben erwartet, ist an anderen Orten besser aufgehoben. Überlingen ist vor allem eine Stadt zum Laufen, Schauen, Sitzen und Genießen.


Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Überlingen

Uferpromenade und Landungsplatz

Der Landungsplatz ist der beste Ausgangspunkt für einen ersten Besuch. Hier treffen Altstadt, Schiffsanleger, Cafés und Promenade direkt aufeinander. In der Mitte des Platzes steht seit dem Jahr 2000 der von Peter Lenk geschaffene Brunnen „Bodenseereiter“. Seine Figuren wirken auf den ersten Blick verspielt, enthalten aber zahlreiche Anspielungen auf Überlinger Persönlichkeiten und lokale Ereignisse.

Westlich des Landungsplatzes führt die Promenade zwischen Wasser, Pflanzbeeten und historischen Gebäuden weiter. Palmen und eine im Jahresverlauf wechselnde Bepflanzung sorgen besonders im Frühjahr und Sommer für ein fast südländisches Bild. Bänke stehen immer wieder unmittelbar am See.

Praktischer Tipp: Laufe die Promenade nicht nur in eine Richtung ab. Auf dem Rückweg verändert sich die Perspektive vollständig, weil dann entweder Altstadt, Münster oder der offene Überlinger See in den Blick rücken.

Am frühen Vormittag ist es meist angenehmer für Fotos und einen ruhigen Spaziergang. Gegen Mittag und am Nachmittag füllen sich Landungsplatz, Außengastronomie und Schiffsanleger deutlich stärker.

Greth und Hofstatt

Direkt am Landungsplatz steht die Greth, das ehemalige Lager- und Handelshaus der Reichsstadt. Das mächtige Gebäude erinnert daran, dass Überlingen früher ein bedeutender Umschlagplatz für Getreide und andere Waren war. Heute befinden sich darin unter anderem Geschäfte, Gastronomie, eine Markthalle und ein Kino.

Hinter der Greth öffnet sich die Hofstatt. Sie gehört zu den zentralen Plätzen der Altstadt und wird mittwochs und samstags zum Wochenmarkt. Von hier gelangst du in wenigen Minuten zum Münsterplatz, in die Einkaufsstraßen oder zurück ans Wasser.

Der Markt findet nach Angaben der Tourist-Information mittwochs und samstags von 7 bis 14 Uhr statt. Samstags kommen weitere Bauernmarktstände auf dem Münsterplatz hinzu. Obst, Käse, Backwaren und regionale Produkte eignen sich gut als Proviant für den weiteren Rundgang.

Münster St. Nikolaus

Das Münster St. Nikolaus prägt die Überlinger Stadtsilhouette schon von Weitem. Die fünfschiffige Basilika entstand im Wesentlichen zwischen 1350 und 1586 und gilt als größter gotischer Kirchenbau am Bodensee. Im Inneren fällt besonders der große geschnitzte Hochaltar auf.

Nimm dir nicht nur Zeit für den Kirchenraum. Auch der Platz zwischen Münster und Rathaus ist sehenswert. Dort steht ein Stadtmodell, das Überlingen um 1800 zeigt. Daran lässt sich gut erkennen, wie eng die historische Stadt von Mauern und Toren umschlossen war.

Da das Münster weiterhin als Kirche genutzt wird, können Gottesdienste und Veranstaltungen den Zugang zeitweise einschränken. Ein leiser und respektvoller Besuch versteht sich von selbst.

Blick von unten auf den Kirchturm und die Fassade des Münsters St. Nikolaus in Überlingen, eingerahmt von Bäumen.
Münster St. Nikolaus in Überlingen

Rathaus und spätgotischer Ratssaal

Von außen wirkt ein Teil des Überlinger Rathauses vergleichsweise zurückhaltend. Der Ratssaal im ersten Obergeschoss gehört jedoch zu den bedeutendsten spätgotischen Sälen Süddeutschlands. Jakob Ruß stattete ihn zwischen 1491 und 1494 mit einem außergewöhnlichen Figurenfries aus, der die Ständeordnung des Heiligen Römischen Reiches darstellt.

Der Ratssaal kann nicht jederzeit frei besichtigt werden. Am sichersten lässt er sich im Rahmen einer Führung kennenlernen. Aktuelle Termine findest du im Veranstaltungskalender von Überlingen.

Franziskanertor und historische Stadtbefestigung

Von den früheren Stadttoren ist das Franziskanertor besonders auffällig. Es markiert einen der historischen Zugänge zur Altstadt und führt in den Bereich der ehemaligen Befestigungsanlagen.

Überlingen besitzt noch erstaunlich viele sichtbare Reste seiner Stadtverteidigung:

  • Franziskanertor,
  • Gallerturm,
  • Rosenobel,
  • St.-Johann-Turm,
  • Mauerabschnitte,
  • Schanzen und Stadtgräben.

Der Rosenobel sieht zwar wie ein gewaltiger Rundturm aus, ist befestigungstechnisch jedoch eine Grabenwehr. Sein Vorgängerbau wurde während der schwedischen Belagerung im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt.

Stadtgraben: der unterschätzte Spazierweg

Der Überlinger Stadtgraben ist heute kein kahler Wehrgraben mehr, sondern ein grüner Weg unterhalb alter Mauern. An warmen Tagen ist es hier oft angenehmer als auf den offenen Plätzen am See. Gleichzeitig lässt sich die frühere Größe der Befestigung aus dieser Perspektive besser erfassen als von der Altstadt aus.

Mehrere Abschnitte bilden gemeinsam einen ruhigen Grünzug. In den Felswänden und alten Mauern leben sogar Uhus, die seit Jahren regelmäßig Nachwuchs im Stadtgebiet haben.

Mein Routentipp: Gehe vom Münster nicht sofort zurück zur Promenade. Laufe zunächst in Richtung Franziskanertor, folge einem Abschnitt des Stadtgrabens und kehre anschließend über die höher gelegenen Gärten zum See zurück. Dadurch entsteht ein echter Rundweg statt eines mehrfachen Hin- und Herlaufens.

Stadtgarten und Aussichtspavillon

Der ab 1875 angelegte Stadtgarten liegt westlich und oberhalb der Altstadt. Alte Bäume, exotische Pflanzen, Rosen und Teile der bekannten Kakteensammlung unterscheiden ihn deutlich von einem gewöhnlichen Stadtpark.

Besonders schön ist der Aussichtspavillon. Von dort reicht der Blick über den Überlinger See, den Bodanrück und die Dächer der Stadt. Der Aufstieg ist spürbar, aber nicht besonders lang.

Oberhalb des Stadtgartens liegt außerdem ein Rehgehege. Gerade mit kleineren Kindern ist es eine gute Ergänzung, wenn ein reiner Altstadtrundgang zu eintönig wird.

Gartenkulturpfad

Wer Parks und historische Anlagen miteinander verbinden möchte, folgt dem ausgeschilderten Gartenkulturpfad. Der ungefähr vier Kilometer lange Rundweg beginnt am Seeufer und verbindet Badgarten, Villengärten, Stadtgarten sowie weitere Grünflächen und Aussichtspunkte.

Für den vollständigen Weg solltest du je nach Pausen etwa zwei Stunden einplanen. Er enthält Steigungen und ist deshalb kein vollkommen ebener Promenadenspaziergang. Dafür lernst du Überlingen abseits der belebtesten Gassen kennen.

Uferpark

Westlich der historischen Innenstadt erstreckt sich der rund sechs Hektar große Uferpark. Er entstand im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2021 und bietet offene Liegeflächen, Spielmöglichkeiten, neue Uferzugänge und viel Platz abseits der engeren Promenade.

Der Park ist besonders angenehm für:

  • Familien mit Kindern,
  • ein Picknick am Wasser,
  • eine Pause nach dem Stadtgarten,
  • einen Spaziergang bis zur Therme,
  • ruhigere Stunden außerhalb der Altstadt.

Zwischen Landungsplatz und Uferpark liegen mehrere unterschiedliche Gartenanlagen. Dadurch fühlt sich der Weg deutlich kürzer an, als es auf der Karte zunächst wirkt.

Städtisches Museum

Das Städtische Museum befindet sich im ehemaligen Palast der Familie Reichlin von Meldegg. Das Gebäude entstand zwischen 1459 und 1472 und gilt wegen seiner Rustikafassade als außergewöhnlich frühes Beispiel italienisch beeinflusster Renaissancearchitektur nördlich der Alpen.

Die Sammlungen reichen von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Ein Besuch lohnt sich vor allem, wenn du die Stadtbefestigung, den Ratssaal und die Entwicklung Überlingens besser verstehen möchtest. Bei Regen ist das Museum eine der besten Alternativen zum langen Spaziergang.

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Überlingen an einem Tag: sinnvoller Rundgang ohne Umwege

Ein gelungener Tagesausflug braucht keine komplizierte Planung. Die wichtigsten Orte liegen nah beieinander, sofern du den Rundgang in der richtigen Reihenfolge gehst.

Vormittag: Landungsplatz und Altstadt

Beginne gegen 9 oder 10 Uhr am Landungsplatz. Gehe zunächst kurz über die Promenade und sieh dir den Bodenseereiter sowie die Greth an. An einem Mittwoch oder Samstag lohnt sich anschließend der Wochenmarkt auf der Hofstatt.

Von dort führt der Weg zum Rathaus und zum Münster St. Nikolaus. Danach gehst du durch die oberen Altstadtgassen in Richtung Franziskanertor.

Mittagszeit: Stadtgraben und Gärten

Folge einem Abschnitt des Stadtgrabens und steige anschließend zum Stadtgarten hinauf. Am Aussichtspavillon bietet sich eine längere Pause an. Danach geht es durch die Villengärten und den Badgarten wieder hinunter zum See.

Für Mittagessen, Eis oder Kaffee findest du an der Promenade und in der Altstadt zahlreiche Möglichkeiten. Direkt am Landungsplatz ist die Lage besonders schön, während du einige Straßen weiter häufig ruhiger sitzt.

Nachmittag: drei gute Möglichkeiten

Je nach Interesse kannst du den restlichen Tag unterschiedlich gestalten:

  1. Entspannung: Weiter durch den Uferpark zur Bodensee-Therme.
  2. Kultur: Besuch des Städtischen Museums oder Teilnahme an einer Führung.
  3. See: Rundfahrt oder Linienfahrt ab dem Landungsplatz.

Diese Reihenfolge verhindert, dass du denselben Weg mehrfach laufen musst. Für Altstadt, Stadtgraben und Gärten solltest du ohne größere Innenbesichtigungen ungefähr vier Stunden rechnen.


Bodensee-Therme Überlingen

Die Bodensee-Therme Überlingen liegt westlich der Altstadt unmittelbar am See. Zu ihr gehören Thermalbecken, Saunaangebote, ein eigener Seezugang und Bereiche für Familien. Das Thermalwasser wird aus mehr als 1.000 Metern Tiefe gefördert.

Aktuell ist die Therme täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Revisionszeiten und Sonderöffnungen können abweichen. Da mit einem nachfrageorientierten Preismodell gearbeitet wird, können Eintrittspreise je nach Besuchstag, Buchungszeitpunkt und Auslastung variieren. Prüfe deshalb vorab die aktuellen Öffnungszeiten und Preise.

Für einen kurzen Zusatzpunkt am Ende eines Stadtrundgangs ist die Therme kaum geeignet. Der Betreiber empfiehlt für das Thermalbaden ungefähr drei Stunden. Wer Sauna, Ruhephasen und Essen einplant, verbringt dort leicht einen halben Tag.

Sinnvolle Kombination: Vormittags Altstadt und Promenade, anschließend ein leichtes Mittagessen und ab dem frühen Nachmittag in die Therme. Stadtgarten, Museum und längere Schifffahrt solltest du dann auf einen anderen Tag legen.


Schifffahrt ab Überlingen

Die Schiffe legen direkt am zentralen Landungsplatz ab. Dadurch lässt sich eine Fahrt besonders einfach mit dem Stadtrundgang verbinden. Angeboten werden je nach Saison Linienverbindungen, Rundfahrten und einzelne Themenfahrten.

Mögliche Ziele und Verbindungen führen unter anderem in Richtung:

  • Insel Mainau,
  • Konstanz,
  • Unteruhldingen,
  • Meersburg,
  • Wallhausen,
  • Bodman und Ludwigshafen.

Fahrpläne unterscheiden sich deutlich nach Jahreszeit. Zusätzlich können Wasserstand, Wetter und betriebliche Änderungen einzelne Anlegestellen betreffen. Verlasse dich deshalb nicht auf ältere Abfahrtszeiten, sondern prüfe am Besuchstag den aktuellen Fahrplan der Bodensee-Schiffsbetriebe.

Eine Rundfahrt über den Überlinger See eignet sich besonders dann, wenn du die Stadt bereits kennst oder nicht den ganzen Tag laufen möchtest. Für einen ersten Besuch würde ich Altstadt und Promenade jedoch nicht zugunsten einer langen Schifffahrt auslassen.

Eine schöne Kombination ist die Fahrt nach Konstanz oder zur Insel Mainau. Auch Meersburg am Bodensee lässt sich je nach Fahrplan in einen Ausflug einbauen.


Überlingen mit Kindern

Die kompakte Innenstadt ist grundsätzlich gut für Familien geeignet. Zwischen längeren Besichtigungen liegen Spielplätze, Parks, der See und Eisdielen. Dadurch muss der Tag nicht ausschließlich aus Kirchen und historischen Gebäuden bestehen.

Besonders interessant sind:

  • die große Spiellandschaft im Uferpark,
  • der Münster-Spielplatz in den Menzinger Gärten,
  • das Rehgehege oberhalb des Stadtgartens,
  • die Bodensee-Therme,
  • eine kurze Schifffahrt,
  • die Strandbäder,
  • der Haustierhof Reutemühle.

Der Haustierhof Reutemühle liegt außerhalb der Innenstadt und beherbergt nach Angaben der Tourist-Information mehr als 200 Tierarten. Für einen ausführlichen Besuch solltest du ihn als eigenes Halbtagesziel betrachten und nicht zwischen Altstadt und Therme quetschen.

Mit Kinderwagen sind Promenade, Landungsplatz und Uferpark angenehm. In der höher gelegenen Altstadt sowie rund um den Stadtgraben gibt es dagegen Treppen und Steigungen. Eine vollständig stufenfreie Strecke ist möglich, muss aber gezielt gewählt werden.


Was kann man bei Regen in Überlingen machen?

Ein Regentag ist in Überlingen kein verlorener Urlaubstag. Viele Ziele liegen so nah beieinander, dass du kurze trockene Phasen für den Weg nutzen kannst.

Gut geeignet sind:

  • ein längerer Besuch der Bodensee-Therme,
  • das Städtische Museum,
  • das Münster St. Nikolaus,
  • eine Ausstellung in den städtischen Galerien,
  • das Kino in der Greth,
  • Cafés und Geschäfte in der Altstadt.

Bei leichtem Regen wirken Stadtgraben und alte Mauern besonders stimmungsvoll. Bei Sturm oder Gewitter solltest du die Promenade, Schiffsfahrten und große Bäume in den Parkanlagen meiden.


Essen, Wochenmarkt und Abend in Überlingen

Die höchste Dichte an Restaurants und Cafés findest du rund um den Landungsplatz, die Promenade und in den angrenzenden Altstadtgassen. Die Terrassen am See bieten die schönste Aussicht, sind an sonnigen Wochenenden jedoch entsprechend gefragt.

Etwas ruhiger wird es meist in den Nebenstraßen hinter der Hofstatt. Dort findest du neben Restaurants auch Bäckereien, kleinere Cafés und inhabergeführte Geschäfte.

Am Mittwoch- und Samstagvormittag lohnt sich der Markt nicht nur zum Einkaufen. Er bringt viel Leben in die Altstadt und zeigt die Stadt weniger als Ausflugsziel, sondern als regionales Zentrum für das Umland.

Am Abend bleibt vor allem der Landungsplatz belebt. Besonders schön ist die Zeit kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich das Licht über dem Überlinger See verändert und die Ausflugsschiffe nach und nach verschwinden.


Wetter und Webcam in Überlingen

Das Wetter am Bodensee kann sich schneller verändern, als der Blick am Morgen vermuten lässt. Für einen Stadtrundgang sind nicht nur Temperatur und Regenwahrscheinlichkeit wichtig, sondern auch Wind und Gewitter. Das gilt besonders für geplante Schiffsfahrten oder längere Aufenthalte unmittelbar am Ufer.

Aktuelle Bilder und Wetterangaben findest du auf der offiziellen Seite Wetter und Webcams in Überlingen. Dort lässt sich vor der Anreise erkennen, ob der See frei sichtbar ist, Nebel über dem Wasser liegt oder die Promenade bereits stark besucht wirkt.

Weitere Livebilder aus der Region findest du in unserer Übersicht der Webcams am Bodensee.

Wann ist die beste Reisezeit?

April bis Juni sind ideal für Gärten, Promenade und längere Spaziergänge. Viele Pflanzen stehen in Blüte, die Schifffahrt läuft wieder umfangreicher und die ganz großen Ferienströme haben noch nicht begonnen.

Juli und August eignen sich für Baden, Veranstaltungen, Schifffahrten und lange Abende am Wasser. An Wochenenden solltest du früh anreisen und für Restaurants gegebenenfalls reservieren.

September und Oktober bieten häufig angenehme Bedingungen für Stadtbesichtigungen und Wanderungen. Die Promenade wird ruhiger, während viele gastronomische und touristische Angebote noch geöffnet sind.

Im Winter zeigt sich Überlingen deutlich stiller. Schifffahrt und manche Freizeitangebote sind eingeschränkt, Altstadt, Therme und Spaziergänge am See bleiben jedoch reizvoll.


Anreise und Parken

Mit der Bahn

Überlingen ist über die Bahnstrecke entlang des nördlichen Bodenseeufers erreichbar. Für die Innenstadt ist der Bahnhof Überlingen beziehungsweise Überlingen Mitte je nach Zugverbindung besonders praktisch. Von dort gelangst du zu Fuß in die Altstadt und an den See.

Von Friedrichshafen oder Radolfzell lässt sich Überlingen gut ohne Auto erreichen.

Mit dem Schiff

Die Anreise per Schiff ist besonders stimmungsvoll, weil du direkt am Landungsplatz im Zentrum ankommst. Sie ist allerdings saisonabhängig und verlangt einen Blick in den aktuellen Fahrplan.

Mit dem Auto

Rund um die Innenstadt gibt es mehrere Parkhäuser und größere Parkplätze. Für einen Stadtbesuch kommen insbesondere die Parkhäuser Post, Stadtmitte und West infrage. Das Parkhaus West liegt günstig für Altstadt, Stadtgarten und Bodensee-Therme.

An gut besuchten Sommertagen ist der P+R-Parkplatz nahe der Abfahrt Überlingen-Aufkirch eine Alternative. Von dort besteht eine Busverbindung in Richtung Innenstadt und Landungsplatz.

Praxistipp: Suche nicht nach einem möglichst kleinen Parkplatz unmittelbar an der Promenade. Das kostet häufig mehr Zeit als der anschließende Fußweg aus einem Parkhaus. Überlingen ist kompakt genug, um das Auto für den restlichen Tag stehen zu lassen.


Welche Ausflüge lassen sich mit Überlingen verbinden?

Für einen halben Tag ist Überlingen allein bereits umfangreich genug. Bei mehreren Urlaubstagen bieten sich jedoch verschiedene Kombinationen an.

Meersburg

Die historische Oberstadt, das Neue Schloss und die Burg machen Meersburg zu einer guten Ergänzung. Beide Städte besitzen eine Altstadt am Hang, wirken aber deutlich unterschiedlich.

Konstanz

Konstanz am Bodensee bietet mehr Großstadtleben, Einkaufsmöglichkeiten und Museen. Je nach Saison lässt sich die Strecke mit einer Schifffahrt verbinden.

Friedrichshafen

In Friedrichshafen stehen Hafen, Zeppelin-Geschichte und eine lange Uferpromenade im Mittelpunkt. Die Stadt ist per Bahn gut erreichbar.

Bodman-Ludwigshafen und der westliche Überlinger See

Wer lieber wandert oder Rad fährt, kann Überlingen mit den Uferorten westlich der Stadt verbinden. Der Premiumwanderweg SeeGang beginnt beziehungsweise endet in Überlingen und führt mit zahlreichen Aussichtspunkten bis Konstanz. Ein Teilstück reicht für einen Tagesausflug vollkommen aus.


Lohnt sich Überlingen am Bodensee?

Überlingen lohnt sich besonders für Besucher, die eine historische Stadt nicht nur zwischen Häuserfassaden erleben möchten. Innerhalb eines Rundgangs wechselst du mehrfach zwischen Altstadt, mittelalterlichen Mauern, Gärten und offenem Seeufer.

Die Promenade ist dabei nicht die einzige Attraktion. Erst Stadtgraben, Münster, Rathaus und die höher gelegenen Parks geben dem Ort seinen eigenen Charakter. Wer ausschließlich am Landungsplatz bleibt, sieht deshalb nur einen kleinen Teil der Stadt.

Für einen ersten Besuch sind vier bis sechs Stunden ideal. Ein ganzer Tag wird sinnvoll, sobald eine Führung, das Museum, eine Schifffahrt oder die Bodensee-Therme hinzukommt.


FRQ – Häufige Fragen zu Überlingen am Bodensee

Was muss man in Überlingen gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Uferpromenade mit dem Landungsplatz, das Münster St. Nikolaus, das Rathaus mit seinem spätgotischen Ratssaal, die Greth, der Stadtgraben, das Franziskanertor und der Stadtgarten. Für einen längeren Aufenthalt kommen Uferpark, Museum und Bodensee-Therme hinzu.

Wie lange braucht man für Überlingen?

Für Promenade und Altstadt solltest du mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Mit Stadtgarten, Museum oder einer längeren Pause werden daraus fünf bis sechs Stunden. Ein Thermenbesuch oder eine Schifffahrt füllt den restlichen Tag problemlos.

Ist Überlingen eine schöne Stadt?

Ja. Überlingen gehört zu den abwechslungsreichsten Städten am nördlichen Bodenseeufer. Besonders reizvoll ist die direkte Verbindung von historischer Altstadt, autofreier Uferpromenade, Stadtbefestigung und großzügigen Gärten.

Wo liegt Überlingen am Bodensee?

Überlingen liegt am nördlichen Ufer des Überlinger Sees in Baden-Württemberg. Der Überlinger See ist der nordwestliche Arm des Bodensees. Die Stadt befindet sich zwischen Sipplingen und Uhldingen-Mühlhofen.

Hat Überlingen eine Altstadt?

Ja. Die historische Altstadt besitzt verwinkelte Gassen, Patrizierhäuser, das Münster St. Nikolaus, das Rathaus, die Greth und mehrere erhaltene Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Wie lang ist die Uferpromenade in Überlingen?

Die touristisch besonders interessante Promenade verläuft vom Bereich des Mantelhafens über den Landungsplatz bis zum Badgarten. Westlich schließen weitere Gärten, der Uferpark und der Weg zur Bodensee-Therme an, sodass ein deutlich längerer Spaziergang am oder nahe dem See möglich ist.

Wann ist in Überlingen Wochenmarkt?

Der Wochenmarkt auf der Hofstatt findet mittwochs und samstags von 7 bis 14 Uhr statt. Samstags stehen zusätzliche Bauernmarktstände auf dem Münsterplatz. Änderungen an Feiertagen sind möglich.

Kann man in Überlingen mit dem Schiff fahren?

Ja. Vom Landungsplatz starten saisonabhängig Linien-, Rund- und Ausflugsfahrten. Mögliche Ziele sind unter anderem Mainau, Konstanz, Unteruhldingen, Meersburg, Wallhausen und Orte am westlichen Überlinger See.

Was kann man mit Kindern in Überlingen machen?

Für Familien eignen sich der Uferpark mit Spiellandschaft, das Rehgehege, die Bodensee-Therme, Strandbäder, eine kurze Schifffahrt und der außerhalb der Innenstadt gelegene Haustierhof Reutemühle.

Was kann man in Überlingen bei Regen unternehmen?

Bei Regen bieten sich die Bodensee-Therme, das Städtische Museum, das Münster, Ausstellungen, das Kino in der Greth sowie Cafés und Geschäfte in der Altstadt an.

Kann man Überlingen ohne Auto besuchen?

Ja. Die Innenstadt lässt sich gut mit Bahn, Bus oder Schiff erreichen. Promenade, Altstadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und können zu Fuß erkundet werden.

Wo kann man in Überlingen parken?

Zentrale Möglichkeiten sind unter anderem die Parkhäuser Post, Stadtmitte und West. Für stark besuchte Tage gibt es außerdem einen P+R-Parkplatz nahe der Abfahrt Überlingen-Aufkirch mit Busverbindung in die Innenstadt.