Moleturm Friedrichshafen: Eintritt, Höhe, Stufen und Aussicht

Der Moleturm steht am Ende der Hafenmole von Friedrichshafen und bietet einen der besten frei zugänglichen Blicke über den Hafen, den Bodensee und bei klarer Luft bis zu den Alpen. Schon der Weg hinaus auf die Mole lohnt sich: Mit jedem Meter rückt die Stadt weiter in den Hintergrund, während der See immer mehr Raum einnimmt.

Kurzantwort: Der Moleturm Friedrichshafen ist 22,25 Meter hoch und kann kostenlos bestiegen werden. Bis zur oberen Aussichtsplattform führen 117 Stufen über neun Ebenen. Einen Aufzug gibt es nicht. Der Aussichtsturm ist normalerweise rund um die Uhr zugänglich. Für Aufstieg, Aussicht und Fotos solltest du etwa 20 bis 30 Minuten einplanen.

Moleturm am Hafen von Friedrichshafen mit Besuchern auf der Aussichtsplattform, Bodensee, Alpen und einem Schiff im Hintergrund.
Moleturm Friedrichshafen mit Alpenblick

Der Moleturm auf einen Blick

InformationAngaben
StandortHafenmole, Seestraße, 88045 Friedrichshafen
Eintrittkostenlos
Übliche Öffnungfrei zugänglich, in der Regel rund um die Uhr
Gesamthöhe22,25 Meter
Obere Plattform21,15 Meter
Stufen117
Ebenenneun
Aufzugnein
BarrierefreiMole erreichbar, Aussichtsplattform nicht barrierefrei
Besuchsdaueretwa 20 bis 30 Minuten
Beste Bedingungenklare, möglichst wenig dunstige Sicht

Die beiden obersten Ebenen dienen als Aussichtsplattformen. Sie liegen auf 18,8 und 21,15 Metern Höhe und bieten jeweils Platz für ungefähr 50 Personen.

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Mehr Informationen
Der Moleturm in Friedrichshafen

Lohnt sich der Aufstieg auf den Moleturm?

Wer einen freien Blick über Friedrichshafen und den See sucht, sollte den Moleturm nicht auslassen. Der Aufstieg ist kurz genug, um ihn spontan in einen Spaziergang einzubauen, bietet aber deutlich mehr Aussicht als die Uferpromenade auf Bodenniveau.

Oben siehst du:

  • die Einfahrt in den Friedrichshafener Hafen
  • ankommende und abfahrende Fahrgastschiffe
  • das ehemalige Hafenbahnhofsgebäude mit dem Zeppelin Museum
  • die Innenstadt von Friedrichshafen
  • die Türme der Schlosskirche
  • den Bodensee mit der Schweizer Seeseite
  • bei guter Fernsicht das Alpenpanorama

Besonders interessant ist der Wechsel zwischen Stadt und offenem See. Auf der einen Seite liegen Dächer, Hafenanlagen und Promenade dicht beieinander. Drehst du dich um, blickst du fast nur noch auf Wasser, Schiffe und Berge.

Das unterscheidet den Moleturm von vielen Aussichtspunkten im Hinterland: Du schaust nicht aus großer Entfernung auf den Bodensee hinab, sondern stehst unmittelbar über der Hafeneinfahrt.


So anstrengend sind die 117 Stufen

Die 117 Stufen verteilen sich auf neun Ebenen. Dadurch muss der Aufstieg nicht in einem Stück bewältigt werden. Auf den Zwischenebenen kannst du stehen bleiben, durchatmen und bereits erste Blicke auf Hafen und Stadt werfen.

Trotzdem ist der Moleturm keine geschlossene Treppe wie in einem Kirchturm. Die offene Stahlkonstruktion lässt Licht, Wind und den Blick nach unten durch. Wer auf offenen Treppen unsicher wird, empfindet den Aufstieg deshalb möglicherweise anstrengender als die reine Zahl der Stufen vermuten lässt.

Bei Höhenangst

Menschen mit leichter Höhenangst können sich langsam von Ebene zu Ebene vortasten. Je höher du kommst, desto deutlicher werden der offene Aufbau und die Entfernung zum Boden.

Mein Tipp: Nicht ständig nach unten schauen, sondern den Blick auf die nächste Ebene oder zum Horizont richten. Wer bereits auf offenen Gittertreppen starke Probleme bekommt, sollte den Aufstieg nicht erzwingen. Auch von der Mole selbst hast du einen schönen Blick über den Hafen.

Bei Wind

Oben ist der Wind häufig stärker als an der geschützten Promenade. Durch die schlanke Stahlkonstruktion kann sich der Turm außerdem leicht beweglich anfühlen. Besucher berichten besonders bei Wind oder vorbeifahrenden Schiffen von einer wahrnehmbaren Bewegung. Das ist bei einem solchen Bauwerk nicht ungewöhnlich, kann für empfindliche Personen aber überraschend sein.

Eine leichte Jacke ist daher selbst an sonnigen Tagen sinnvoll.


Wann ist die Aussicht am schönsten?

Die Alpen sind vom Moleturm nicht automatisch jeden Tag zu sehen. Feuchtigkeit, Dunst und Wolken können die Sicht über den See stark einschränken. Vor dem Besuch lohnt sich deshalb ein Blick auf die Webcam Friedrichshafen.

Am Morgen

Morgens ist der Turm häufig ruhiger. An warmen Tagen kann die Luft außerdem klarer sein als am Nachmittag. Wer ohne Gedränge fotografieren möchte, hat früh am Tag die besten Chancen.

Am späten Nachmittag

Späteres Licht lässt Hafen, Stadt und Schlosskirche wärmer wirken. Gleichzeitig herrscht auf der Mole meist mehr Betrieb. Schiffe, Katamaran und Fähre sorgen dann für abwechslungsreiche Motive.

Zum Sonnenuntergang

Der Turm ist auch am Abend reizvoll. Allerdings steht die Sonne je nach Jahreszeit unterschiedlich. Ein perfekter Sonnenuntergang direkt über dem See ist deshalb nicht an jedem Tag und aus jeder Blickrichtung möglich.

Bei Regen oder Nebel

Bei leichtem Regen kannst du den Turm grundsätzlich besteigen, sofern er nicht abgesperrt ist. Die Metallstufen können jedoch rutschig werden. Bei Nebel verschwindet der Fernblick fast vollständig. Dafür entsteht eine ungewöhnliche Stimmung, wenn Schiffe und Hafen nur schemenhaft zu erkennen sind.

Bei Gewitter, Sturm oder amtlicher Warnung solltest du den offenen Stahlturm nicht betreten.


Eintritt und Öffnungszeiten

Für den Moleturm wird kein Eintritt verlangt. Es gibt weder Kasse noch Zugangskontrolle. Der Aussichtsturm wird als rund um die Uhr geöffnet und frei zugänglich geführt.

Trotzdem können vorübergehende Sperrungen vorkommen, beispielsweise wegen Wartungsarbeiten, Veranstaltungen, Schäden oder gefährlicher Wetterbedingungen. Absperrungen und Hinweise vor Ort gelten immer.

Der Besuch ist auch am frühen Morgen oder am Abend möglich. Dann sollte aus Rücksicht auf andere Besucher und die Umgebung auf lautes Verhalten verzichtet werden.


Adresse und genaue Lage

Adresse:
Aussichtsturm an der Hafenmole
Seestraße
88045 Friedrichshafen

Der Moleturm steht nicht direkt an der Straße, sondern am Ende einer Mole, die in den Hafen hineinführt. Vom Seeufer aus ist die hohe Stahlkonstruktion kaum zu übersehen.

Die Mole erreichst du über den Bereich zwischen Hafenbahnhof, Zeppelin Museum und Schiffsanlegern.


Anreise mit Bahn und Bus

Am einfachsten ist die Anreise über den Hafenbahnhof Friedrichshafen. Von dort sind es ungefähr 200 Meter beziehungsweise wenige Gehminuten bis zur Mole.

Nach dem Verlassen des Bahnhofs gehst du in Richtung See und Zeppelin Museum. Der Moleturm ist bereits vom Hafenbereich aus sichtbar.

Vom Stadtbahnhof Friedrichshafen dauert der Fußweg ungefähr zwölf bis fünfzehn Minuten. Dabei läufst du durch die Innenstadt in Richtung Hafen.

Die kurze Entfernung zum Hafenbahnhof macht den Aussichtsturm auch für Reisende interessant, die zwischen zwei Zug-, Schiffs- oder Fährverbindungen etwas Zeit haben.


Parken in der Nähe

Direkt an der Mole kann nicht geparkt werden. Zwei geeignete Parkhäuser befinden sich in der Innenstadt:

Vom Parkhaus Am See erreichst du den Turm zu Fuß in ungefähr acht Minuten. Vom Parkhaus Altstadt dauert der Weg etwa neun bis zehn Minuten. Das Parkhaus Am See besitzt 327 Stellplätze und eine Höhenbegrenzung von zwei Metern.

Mein Tipp: Nicht versuchen, möglichst nah an die Mole zu fahren. Die Seestraße und angrenzende Bereiche gehören teilweise zur Fußgängerzone. Mit einem der beiden Parkhäuser ist die Anreise einfacher und der Weg führt ohnehin durch den interessanten Hafenbereich.


Ist der Moleturm für Kinder geeignet?

Für Kinder kann der Aufstieg spannend sein, sofern sie Treppen sicher bewältigen und keine Angst vor der offenen Konstruktion haben.

Eltern sollten einige Punkte beachten:

  • kleine Kinder auf den Treppen eng begleiten
  • nicht auf den Stufen drängeln oder überholen
  • bei Nässe besonders vorsichtig gehen
  • Kinder auf den Plattformen nicht unbeaufsichtigt lassen
  • bei starkem Wind besser auf den Aufstieg verzichten

Ein Kinderwagen kann nicht mit nach oben genommen werden. Auch für Laufräder, Roller und Fahrräder ist die Treppe ungeeignet.

Als kurzer Zwischenstopp während eines Hafenspaziergangs funktioniert der Moleturm mit Kindern gut. Für den gesamten Besuch reichen meist 20 bis 30 Minuten, sodass auch jüngere Kinder nicht lange stillhalten müssen.


Ist der Moleturm barrierefrei?

Die Aussichtsplattform ist nicht barrierefrei erreichbar. Es gibt keinen Aufzug; nach oben führen ausschließlich die 117 Stahlstufen.

Der Weg über den Hafenbereich und auf die Mole ist dagegen weitgehend eben. Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen können daher bis zum Fuß des Turms gelangen und dort den Blick über Hafen und See genießen.

Wer eine Aussicht ohne Treppen sucht, bleibt am besten auf der Mole oder spaziert entlang der Uferpromenade Friedrichshafen.


Warum ein Sprung vom Moleturm lebensgefährlich ist

Der Moleturm ist kein Sprungturm. Ein Sprung von der oberen Plattform in den Bodensee ist lebensgefährlich und im Bereich der Hafeneinfahrt nicht erlaubt.

Aus rund 22 Metern Höhe können bereits der Aufprall auf das Wasser und ein unkontrolliertes Eintauchen schwere oder tödliche Verletzungen verursachen. Hinzu kommen unbekannte Bedingungen unter Wasser, Strömungen und der Schiffsverkehr. Wasserschutzpolizei und DLRG haben ausdrücklich vor solchen Sprüngen gewarnt. Im Jahr 2012 kam es an dieser Stelle zu einem tödlichen Unfall.

Die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung untersagt Baden und Tauchen im Umkreis von 100 Metern um Hafeneinfahrten, die von Fahrgastschiffen genutzt werden. Der Moleturm steht unmittelbar an einer solchen Einfahrt.

Videos von Sprüngen sollten deshalb keinesfalls nachgeahmt werden.


Warum wurde der Aussichtsturm gebaut?

Der Moleturm ist jünger, als sein Bekanntheitsgrad vermuten lässt. Errichtet wurde er im Zuge der Sanierung und Neugestaltung der alten Hafenmolen. Die Einweihung fand am 24. September 2000 statt.

Seine Konstruktion besteht aus zwei großen Stahlprofilen, die durch diagonale Verstrebungen stabilisiert werden. Obwohl der Turm leicht und durchsichtig wirkt, wiegt das Bauwerk mehr als 47 Tonnen.

Weitere technische Daten:

  • Gründungstiefe: 55 Meter
  • Grundfläche: 25,6 Quadratmeter
  • acht Kleinbohrpfähle zur Verankerung
  • zwei Aussichtsplattformen
  • Herstellung über elf Wochen
  • Montage innerhalb von vier Wochen

Die mit Beton gefüllten Stahlrohre auf der Seeseite gehören nicht unmittelbar zum Turm. Sie schützen die Konstruktion vor anprallenden Schiffen.

Auch die schlichte Gestaltung ist beabsichtigt. Der vertikale Turm bildet ein Gegenstück zur waagerechten Überdachung auf der gegenüberliegenden Hafenseite. Gleichzeitig greift er die klare Architektur des früheren Hafenbahnhofs auf, in dem heute das Zeppelin Museum untergebracht ist.


Mein Tipp für einen kurzen Hafenrundgang

Den Moleturm würde ich nicht als einzelnes Ausflugsziel anfahren. Am stärksten wirkt der Besuch als Auftakt oder Abschluss eines Spaziergangs am Hafen.

Für eine kurze Runde von ungefähr 45 bis 60 Minuten bietet sich folgende Reihenfolge an:

  1. Aufstieg auf den Moleturm
  2. Rückweg über die Hafenmole
  3. Blick auf die ein- und ausfahrenden Schiffe
  4. Spaziergang am ehemaligen Hafenbahnhof
  5. kurzer Abstecher zum Zeppelin Museum
  6. anschließend weiter auf die Uferpromenade

Wer das Museum von innen besuchen möchte, sollte deutlich mehr Zeit einplanen. Für den reinen Hafenrundgang reicht dagegen knapp eine Stunde.

Ein oft unterschätzter Moment ist die Einfahrt eines größeren Schiffes. Vom Turm aus lässt sich gut beobachten, wie das Schiff zwischen den Molenköpfen hindurch in den Hafen dreht. Dadurch verändert sich die Aussicht innerhalb weniger Minuten.


Liebesschlösser am Moleturm

Am Geländer des Moleturms wurden über die Jahre immer wieder Liebes- und Erinnerungsschlösser befestigt. Sie gehören jedoch nicht zur ursprünglichen Gestaltung.

In der Vergangenheit mussten Schlösser wegen Sanierungsarbeiten und möglicher Belastungen entfernt werden. Wer ein Schloss anbringt, kann daher nicht davon ausgehen, dass es dauerhaft am Turm bleibt.

Besser ist ein gemeinsames Foto auf der Plattform. Das belastet weder Geländer noch Konstruktion und bleibt trotzdem eine persönliche Erinnerung.


Häufige Fragen zum Moleturm Friedrichshafen

Wie hoch ist der Moleturm in Friedrichshafen?

Der Moleturm ist insgesamt 22,25 Meter hoch. Die obere Aussichtsplattform liegt auf einer Höhe von 21,15 Metern.

Wie viele Stufen hat der Moleturm?

Bis nach oben führen 117 Stahlstufen. Sie verteilen sich auf neun Ebenen, sodass unterwegs mehrere kurze Pausen möglich sind.

Kostet der Moleturm Eintritt?

Nein. Der Eintritt ist kostenlos. Es gibt weder Tickets noch eine Kasse.

Welche Öffnungszeiten hat der Moleturm?

Der Aussichtsturm ist normalerweise rund um die Uhr frei zugänglich. Bei Wartungsarbeiten, Veranstaltungen oder gefährlichem Wetter kann er vorübergehend gesperrt werden.

Wie lange dauert der Besuch?

Für Aufstieg, Aussicht und Fotos solltest du ungefähr 20 bis 30 Minuten einplanen. Zusammen mit einem Spaziergang durch den Hafen sind etwa 45 bis 60 Minuten sinnvoll.

Hat der Moleturm einen Aufzug?

Nein. Die Aussichtsplattform ist nur über die 117 Stufen erreichbar. Der Aufstieg ist daher nicht barrierefrei.

Ist der Moleturm für Kinder geeignet?

Kinder, die Treppen sicher steigen können, dürfen den Turm in Begleitung Erwachsener besteigen. Kleine Kinder sollten wegen der offenen Stahlkonstruktion und der Höhe eng beaufsichtigt werden.

Kann man den Moleturm bei Höhenangst besteigen?

Das hängt von der Stärke der Höhenangst ab. Die Treppe ist offen gestaltet und der Blick nach unten bleibt teilweise sichtbar. Wer auf Gittertreppen oder beweglich wirkende Konstruktionen empfindlich reagiert, sollte vorsichtig beginnen und notfalls umkehren.

Darf man vom Moleturm in den Bodensee springen?

Nein. Ein Sprung ist lebensgefährlich. Außerdem ist Baden und Tauchen im Bereich der von Fahrgastschiffen genutzten Hafeneinfahrt verboten.

Kann der Moleturm bei Wind schwanken?

Die schlanke Stahlkonstruktion kann bei Wind oder durch Bewegungen leicht spürbar reagieren. Empfindliche Besucher nehmen das stärker wahr als andere. Bei Sturm oder Gewitter sollte der Turm nicht betreten werden.

Wo befindet sich der Moleturm genau?

Der Turm steht am Ende der Hafenmole an der Seestraße in Friedrichshafen. Vom Hafenbahnhof sind es ungefähr 200 Meter bis zum Aussichtsturm.

Sieht man vom Moleturm die Alpen?

Bei klarer Luft reicht der Blick über den Bodensee bis zur Alpenkette. Bei Dunst, Nebel oder tiefen Wolken kann die Bergsicht jedoch vollständig verschwinden.