Konstanzer Münster: Turm, Öffnungszeiten, Eintritt und besondere Orte

Mitten in der Konstanzer Altstadt erhebt sich das Konstanzer Münster über den Dächern der Stadt. Von außen fällt zuerst der 78 Meter hohe Turm auf. Im Inneren warten jedoch die eigentlichen Überraschungen: eine frühmittelalterliche Krypta, vergoldete Kupferscheiben, ein Heiliges Grab, kunstvoll geschnitzte Portaltüren und eines der mächtigsten Kirchengeläute Deutschlands.

Kurzantwort: Das Konstanzer Münster, offiziell Münster Unserer Lieben Frau, gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Konstanz. Die Kirche und ihre Nebenräume sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kostenlos zugänglich. Für die Besichtigung solltest du etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Möchtest du zusätzlich den Münsterturm besteigen, benötigst du ungefähr eine Stunde. Bis zur Plattform führen 193 Stufen, der Turm ist 78 Meter hoch und bietet einen weiten Blick über Altstadt, Bodensee und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.

Konstanzer Münsters mit gotischen Fenstern, reich verzierten Fassadenelementen und dem markanten Kirchturm.
Konstanzer Münster Unserer Lieben Frau

Das Wichtigste zum Konstanzer Münster

InformationAngaben
Offizieller NameMünster Unserer Lieben Frau
AdresseMünsterplatz 1, 78462 Konstanz
Öffnungszeiten der Kirchetäglich 10 bis 18 Uhr, keine Besichtigung während Gottesdiensten
Eintritt in die Kirchekostenlos
Höhe des Münsterturms78 Meter
Stufen bis zur Plattform193 Stufen
Weitere Stufen52 Stufen zu den oberen Balkonen
Öffnung des Turmsnormalerweise vom Frühjahr bis Ende Oktober
Eintritt TurmErwachsene 4 Euro, Ermäßigungen verfügbar
Dauer Kirchenbesichtigungetwa 30 bis 45 Minuten
Dauer mit Turmetwa 60 bis 90 Minuten
Bahnhof Konstanzungefähr 10 Minuten zu Fuß
BesonderheitenKrypta, Goldscheiben, Mauritiusrotunde, Heiliges Grab, Schnegg, Kreuzgang und 19 Glocken

Die Kirche ist keine historische Kulisse, sondern eine aktive katholische Pfarrkirche. Während Gottesdiensten ist deshalb keine Besichtigung möglich. Aktuelle Termine findest du direkt im ➡️ Gottesdienstkalender der Kirchengemeinde.


Lohnt sich ein Besuch des Konstanzer Münsters?

Ja. Das Münster ist weit mehr als ein hoher Kirchturm mit Aussicht. Kaum ein anderes Gebäude erzählt die Entwicklung von Konstanz über einen so langen Zeitraum.

Unter und neben dem heutigen Kirchenbau liegen Spuren aus römischer, karolingischer, romanischer, gotischer und neugotischer Zeit. Gleichzeitig war das Münster über Jahrhunderte die Bischofskirche eines riesigen Bistums, das sich zeitweise vom heutigen Baden-Württemberg bis weit in die Schweiz erstreckte.

Besonders lohnend sind:

  • die Krypta mit den originalen Goldscheiben
  • die Mauritiusrotunde mit dem Heiligen Grab
  • das geschnitzte Westportal
  • der Kreuzgang und die Silvesterkapelle
  • das spätmittelalterliche Treppenhaus „Schnegg“
  • der Blick vom Münsterturm
  • die mächtigen Glocken
  • die Mischung verschiedener Baustile

Wer nur durch das Hauptschiff läuft und anschließend wieder hinausgeht, übersieht einen großen Teil des Münsters. Plane deshalb genügend Zeit für die Seitenräume ein.


Diese Orte solltest du im Konstanzer Münster nicht übersehen

Am sinnvollsten ist es, das Münster nicht ohne Reihenfolge zu besichtigen. Beginne am Westportal, gehe zunächst durch das Hauptschiff und erkunde danach Krypta, Rotunde, Kreuzgang und Kapellen.

1. Das geschnitzte Westportal

Noch bevor du die Kirche betrittst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Türen des Hauptportals. Sie entstanden um 1470 in der Werkstatt des Konstanzer Schreiners Simon Haider.

Auf den beiden mehr als vier Meter hohen Türen verteilen sich 20 geschnitzte Bildfelder. Sie zeigen Szenen aus dem Leben Jesu – von der Verkündigung bis zu Himmelfahrt und Pfingsten.

Viele Besucher laufen direkt hindurch und bemerken die Details kaum. Nimm dir zwei oder drei Minuten Zeit und betrachte die einzelnen Felder von unten nach oben. Besonders gut lassen sich die Schnitzereien erkennen, wenn das Portal vollständig geöffnet ist.

2. Das romanische Mittelschiff

Nach dem Eintritt öffnet sich das breite, dreischiffige Langhaus. Der Kern des heutigen Baus ist eine romanische Säulenbasilika aus dem 11. Jahrhundert.

Je acht massive Rundsäulen aus Rorschacher Sandstein tragen die Bögen des Mittelschiffs. Darüber liegen Gewölbe und Bauteile, die in späteren Jahrhunderten ergänzt wurden. Gerade diese Mischung macht den Raum interessant: Die schwere, klare Romanik trifft auf gotische Seitenkapellen, eine barocke Kanzel und den klassizistisch gestalteten Altarraum.

Stelle dich am besten kurz hinter den Haupteingang. Von dort lässt sich die gesamte Raumwirkung bis zum Chor erfassen.

3. Die Krypta mit den vier Goldscheiben

Die Krypta ist einer der ältesten erhaltenen Bereiche des Konstanzer Münsters. Ihre Ursprünge reichen in das 9. und 10. Jahrhundert zurück.

Heute werden dort vier originale, feuervergoldete Kupferscheiben aufbewahrt. Sie befanden sich früher außen am Ostgiebel des Chores und waren vom Bodensee aus sichtbar. An der Außenwand befinden sich inzwischen Kopien.

Die größte Scheibe zeigt Christus als Weltenherrscher und entstand vermutlich um das Jahr 1000. Mit einem Durchmesser von fast zwei Metern ist sie der auffälligste Teil der Gruppe. Die drei kleineren Scheiben zeigen die Heiligen Konrad und Pelagius sowie einen Adler als Symbol des Evangelisten Johannes.

Die Krypta wirkt im Vergleich zum hellen Hauptschiff still und gedrungen. Genau dieser Wechsel macht den Besuch spannend. Wer nur wenig Zeit hat, sollte diesen Bereich trotzdem nicht auslassen.

4. Die Mauritiusrotunde mit dem Heiligen Grab

An der Nordostseite des Münsters liegt die Mauritiusrotunde. Der Rundbau wurde um 940 als Nachbildung der Jerusalemer Grabeskirche errichtet.

In seiner Mitte steht ein Heiliges Grab, dessen heutige Form im 13. Jahrhundert entstand. Rund um den Aufbau sind Figuren, Bögen und Szenen aus der Heilsgeschichte zu sehen. Die Wandmalereien und der Figurenschmuck stammen aus unterschiedlichen Epochen der Gotik und Renaissance.

Im Mittelalter war die Rotunde ein bedeutender Wallfahrtsort. Pilger kamen hierher oder brachen von Konstanz aus auf dem Schwabenweg in Richtung Einsiedeln und Santiago de Compostela auf.

Die Rotunde gehört zu den Bereichen, die man nicht im Vorbeigehen erfassen kann. Laufe einmal vollständig um das Heilige Grab herum. Auf jeder Seite sind andere Figuren und Details zu erkennen.

5. Der Kreuzgang und die Silvesterkapelle

Vom mittelalterlichen Kreuzgang sind Bauteile aus dem 13. bis 15. Jahrhundert erhalten. Durch die Bögen und kleinen Innenhöfe wirkt dieser Abschnitt deutlich abgeschiedener als das Hauptschiff.

Im Bereich des Kreuzgangs liegt die Silvesterkapelle. Dort befinden sich spätgotische Wandmalereien, die leicht übersehen werden, weil viele Besucher nach Krypta und Mauritiusrotunde bereits zurück zum Hauptausgang gehen.

Gerade an stark besuchten Tagen ist dieser Teil angenehm ruhig.

6. Das Treppenhaus „Schnegg“

Ein ungewöhnliches Detail befindet sich am Thomaschor: das spätmittelalterliche Treppenhaus, das in Konstanz „Schnegg“ genannt wird.

Die steinerne Wendeltreppe und der reiche Figurenschmuck machen diesen Bauteil zu einem kleinen Kunstwerk. Das Treppenhaus diente nicht als öffentlicher Aufgang zum heutigen Aussichtsturm, sondern verband verschiedene Ebenen des Kirchenbaus.

Wer nach dem Treppenhaus im Konstanzer Münster sucht, meint deshalb meistens die Schnegg – nicht die Treppen des Münsterturms.

7. Die Konradskapelle

Die Konradskapelle erinnert an den heiligen Konrad von Konstanz, der im 10. Jahrhundert Bischof der Stadt war.

Unter der Kapelle befindet sich sein Grab. Im hinteren Teil steht ein steinernes Hochgrab mit einer liegenden Darstellung des Heiligen. Außerdem wird dort ein vergoldeter Reliquienschrein aufbewahrt.

Die neugotischen Wandmalereien erzählen Szenen aus dem Leben Konrads. Dadurch ist die Kapelle nicht nur religiös, sondern auch als kleiner Bilderzyklus interessant.

8. Chor, Gestühl und Kanzel

Im Ostchor fällt das reich geschnitzte gotische Chorgestühl auf. Im Hauptschiff steht außerdem eine Kanzel aus dem Jahr 1680.

Die unterschiedlichen Formen passen auf den ersten Blick kaum zusammen. Genau darin liegt jedoch der Reiz des Münsters: Es wurde nicht in einer einzigen Bauphase fertiggestellt, sondern über viele Jahrhunderte verändert, erweitert und neu ausgestattet.


Münsterturm Konstanz: 193 Stufen bis zur Aussicht

Der Aufstieg auf den Münsterturm gehört zu den besten Aussichtsmöglichkeiten in der Konstanzer Altstadt. Der Turm ist insgesamt 78 Meter hoch.

Bis zur ersten Aussichtsplattform führen 193 Stufen. Von dort blickst du über:

  • den Münsterplatz
  • die Dächer der Altstadt
  • die nahe ➡️ Niederburg
  • den Bodensee
  • den Seerhein und Untersee
  • die Vulkankegel des Hegaus
  • bei klarer Sicht die Alpen

Von der Plattform führen weitere 52 Stufen zu höher gelegenen Balkonen. Der Zugang kann je nach Betrieb und Sicherheitslage eingeschränkt sein.

Wie anstrengend ist die Turmbesteigung?

Der Aufstieg ist für Menschen mit normaler Kondition gut zu schaffen. Trotzdem solltest du die Treppen nicht unterschätzen.

Der Weg führt über:

  • längere Steintreppen
  • schmale Durchgänge
  • mehrere Wendeltreppen
  • Bereiche mit Gegenverkehr
  • teilweise steile Stufen

Einen Aufzug gibt es nicht. Der Turm ist deshalb nicht barrierefrei. Bei starker Höhenangst, eingeschränkter Beweglichkeit oder Kreislaufproblemen ist der Aufstieg nicht zu empfehlen.

Mit jüngeren Kindern solltest du langsam gehen und auf den engen Treppen besonders aufmerksam sein. Kinderwagen müssen unten bleiben.

Mein Tipp für den Aufstieg

Gehe nicht erst kurz vor Ende der Öffnungszeit hin. Bei schönem Wetter können sich an Kasse, Treppe und Plattform Wartezeiten bilden.

Besonders angenehm ist der Aufstieg:

  • kurz nach der Öffnung
  • an einem klaren Vormittag
  • außerhalb der Ferienwochen
  • an Werktagen
  • bei trockener Witterung

Vorher lohnt sich ein Blick auf die ➡️ Webcam Konstanz. Bei Dunst oder tiefen Wolken bleibt zwar die Aussicht über die Altstadt, Berge und weiter entfernte Ufer verschwinden jedoch schnell.


Öffnungszeiten des Konstanzer Münsters

Das Gotteshaus sowie Krypta, Kreuzgang, Mauritiusrotunde und Seitenkapellen sind nach Angaben der Kirchengemeinde täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Während eines Gottesdienstes ist keine touristische Besichtigung möglich. Das gilt nicht nur für das Hauptschiff, sondern auch für die angeschlossenen Bereiche.

Religiöse Feiern, besondere Veranstaltungen, Konzerte und notwendige Bauarbeiten können kurzfristig zu Änderungen führen.

➡️ Aktuelle Gottesdienste und Öffnungshinweise ansehen

Öffnungszeiten des Münsterturms

Der Turm ist normalerweise vom Frühjahr bis Ende Oktober zugänglich.

Für die Saison werden von der Kirchengemeinde üblicherweise folgende Zeiten genannt:

  • Montag bis Samstag: 11 bis 16:45 Uhr
  • Sonntag und Feiertag: ab etwa 12:30 bis 16:45 Uhr

Einlassschluss und Tageszeiten können abweichen. Prüfe die Angaben deshalb kurz vor deinem Besuch noch einmal auf der ➡️ offiziellen Seite des Münsterturms.

Sanierung des Münsterturms

Der Turm ist seit Ende 2024 eingerüstet, da Schäden an Bauteilen untersucht und saniert werden. Im Frühjahr 2026 wurden zusätzliche Messgeräte angebracht, die Bewegungen durch Wind, Temperatur und Glockenschwingungen erfassen.

Die saisonale Turmöffnung findet trotzdem statt, kann wegen der Arbeiten aber kurzfristig eingeschränkt werden. Das Gerüst beeinträchtigt außerdem einzelne Fotoperspektiven auf die Turmspitze.


Eintritt und Preise für den Münsterturm

Die Besichtigung der Kirche ist kostenlos. Für den Aufstieg auf den Turm wird Eintritt verlangt.

Nach den veröffentlichten Preisen gelten:

  • Erwachsene ab 18 Jahren: 4 Euro
  • Kinder und Schüler von 8 bis 17 Jahren: 1 Euro
  • Kinder bis 7 Jahre: kostenlos
  • Studierende und Auszubildende: 2,50 Euro
  • Senioren ab 65 Jahren: 2,50 Euro
  • Konstanzer mit Ausweis: 2,50 Euro
  • Gruppen ab zehn Personen: 2,50 Euro pro Person
  • Menschen mit Schwerbehindertenausweis: kostenlos
  • Geburtstagskinder mit Ausweis: kostenlos

Preise können sich ändern. Bezahlt wird am Verkaufsstand beziehungsweise am Zugang zum Turm.


Baujahr und Geschichte des Konstanzer Münsters

Die Frage nach dem Baujahr lässt sich nicht mit einer einzigen Jahreszahl beantworten.

An dieser Stelle stand bereits spätestens im 7. Jahrhundert eine Bischofskirche. Der Bischofssitz Konstanz wird erstmals im Jahr 780 urkundlich erwähnt. Teile der frühmittelalterlichen Vorgängerbauten blieben im Untergrund und in der Krypta erhalten.

Im Jahr 1052 stürzte das Langhaus der damaligen Kirche ein. Kurz darauf begann der Neubau. Der Hauptbau, der noch heute den Kern des Münsters bildet, wurde schließlich 1089 geweiht.

Wichtige Stationen:

  • um 600: Entstehung einer frühen Bischofskirche
  • 780: erste urkundliche Erwähnung des Bischofssitzes
  • um 940: Bau der Mauritiusrotunde
  • 1052: Einsturz des damaligen Langhauses
  • ab 1054: Beginn des romanischen Neubaus
  • 1089: Weihe des heutigen Hauptbaus
  • 1414 bis 1418: Konstanzer Konzil
  • 1470: Entstehung der geschnitzten Portaltüren
  • 1511: Brand im Bereich der Türme
  • 1853: Vollendung der neugotischen Turmspitze
  • 1821: Auflösung des Bistums Konstanz
  • 1955: Erhebung zur Basilica minor

Der 78 Meter hohe Turm wirkt mittelalterlich, seine markante Spitze stammt jedoch aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde nach dem Vorbild gotischer Kirchtürme gestaltet und 1853 vollendet.

Das Münster während des Konstanzer Konzils

Zwischen 1414 und 1418 wurde Konstanz zum Treffpunkt von Geistlichen, Herrschern, Gesandten, Händlern und Besuchern aus ganz Europa.

Das Münster diente als offizieller Ort für zahlreiche Sitzungen und große Gottesdienste des Konzils. Am 6. Juli 1415 wurde hier das Urteil gegen den böhmischen Reformator Jan Hus verkündet.

Die Wahl Papst Martins V., mit der das abendländische Schisma beendet wurde, fand dagegen im damaligen Kaufhaus am Hafen statt. Das Gebäude ist heute als Konzil bekannt.

Mehr zu den Stationen des Konzils und einem Rundgang durch die Stadt findest du bei den ➡️ Sehenswürdigkeiten in Konstanz.


Die Glocken des Konstanzer Münsters

Im Konstanzer Münster hängen insgesamt 19 Glocken. Sie verteilen sich auf das Westwerk und einen Dachreiter.

Sieben Glocken sind historisch. Zwölf weitere Glocken wurden 1966 von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen und bilden das moderne Hauptgeläut.

Zusammen bringen die Glocken mehr als 36.500 Kilogramm auf die Waage. Nach Angaben der Glockendatenbank des Erzbistums Freiburg handelt es sich nach dem Kölner Dom um das zweitschwerste Kirchengeläut Deutschlands.

Zu besonderen kirchlichen Festen erklingt ein großes Geläut. Ein vollständiges Zusammenspiel aller Glocken ist allerdings selten.

Im April 2026 wurden einzelne Glocken und das Vollgeläut für bautechnische Messungen eingesetzt. Dabei untersuchten Fachleute, wie stark sich die Schwingungen auf den sanierungsbedürftigen Turm auswirken.


Gottesdienste, Führungen und Konzerte

Das Münster ist bis heute ein aktiver Gottesdienstort. Besucher können an öffentlichen Messen teilnehmen, sollten sich währenddessen jedoch nicht wie bei einer touristischen Besichtigung durch die Kirche bewegen.

Die Gottesdienstzeiten wechseln. Verlasse dich deshalb nicht auf ältere Angaben aus Reiseführern.

➡️ Aktuelle Gottesdienste im Münster ansehen

Führungen durch das Münster

Die Kirchengemeinde bietet Kirchenführungen für Erwachsene, Familien, Schulklassen und Gruppen an. Je nach Führung werden auch Bereiche gezeigt, die man bei einer normalen Besichtigung leicht übersieht.

Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Krypta und Goldscheiben
  • Mauritiusrotunde
  • Baugeschichte
  • Dachstuhl
  • Kunst und Seitenkapellen
  • religiöse Bedeutung
  • Konzilsgeschichte

Gruppenführungen müssen über das Pfarrbüro angefragt werden.

Konzerte im Konstanzer Münster

Durch seine Größe und Akustik ist das Münster regelmäßig Schauplatz von Chor-, Orgel- und Kirchenkonzerten.

Besonders bekannt sind die Internationalen Orgelkonzerte im Sommer. Gottesdienste werden ebenfalls häufig von Chören, Solisten oder Instrumentalensembles begleitet.

➡️ Kommende Konzerte und musikalische Veranstaltungen ansehen


Wie viel Zeit solltest du einplanen?

Für einen schnellen Blick in das Hauptschiff reichen 15 Minuten. Damit würdest du aber Krypta, Rotunde und viele Details nur oberflächlich sehen.

Realistische Zeiten sind:

  • nur Hauptschiff: etwa 15 bis 20 Minuten
  • Kirche mit Krypta und Rotunde: etwa 30 bis 45 Minuten
  • ausführliche Besichtigung: etwa 60 Minuten
  • Kirche und Münsterturm: etwa 60 bis 90 Minuten
  • Führung mit besonderen Bereichen: etwa 90 Minuten oder länger

Mein Tipp: Besichtige zuerst den Innenraum und steige anschließend auf den Turm. Nach dem Blick auf Krypta, Rotunde und Kreuzgang kannst du von oben besser einordnen, wie groß der gesamte Kirchenkomplex tatsächlich ist.


Anreise, Bahnhof und Parken

Das Münster liegt am Münsterplatz im nördlichen Bereich der Altstadt.

Zu Fuß vom Bahnhof

Vom Bahnhof Konstanz benötigst du ungefähr zehn Minuten. Der angenehmste Weg führt über Marktstätte, Kanzleistraße und Wessenbergstraße zum Münsterplatz.

Unterwegs kommst du am ➡️ Konstanzer Rathaus vorbei. Dadurch lässt sich das Münster ohne Umweg in einen Altstadtrundgang einbauen.

Mit Bus und Bahn

Mehrere Buslinien halten am Bahnhof, an der Marktstätte oder an der Laube. Von dort ist das Münster zu Fuß erreichbar.

Da die Altstadt kompakt und teilweise verkehrsberuhigt ist, bringt ein Auto direkt am Münster kaum Vorteile.

Parken beim Konstanzer Münster

Das nächstgelegene größere Parkhaus ist das Parkhaus Fischmarkt. Von dort führt ein kurzer Fußweg durch die Altstadt zum Münster.

Alternativen sind:

An Sommerwochenenden und Veranstaltungstagen solltest du möglichst früh anreisen oder Bahn und Bus nutzen.


Barrierefreiheit

Der Kirchenraum ist grundsätzlich wesentlich leichter zugänglich als der Münsterturm. Bei historischen Übergängen, Kapellen und Nebenräumen können jedoch Schwellen, enge Wege oder Stufen auftreten.

Für den Turm gilt:

  • kein Aufzug
  • 193 Stufen bis zur Plattform
  • enge Treppen
  • teilweise Gegenverkehr
  • nicht für Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet
  • bei Gehbehinderung nur eingeschränkt empfehlenswert

Bei konkreten Fragen zur Zugänglichkeit einzelner Bereiche empfiehlt sich eine vorherige Anfrage beim Pfarrbüro.


Gute Fotostellen rund um das Konstanzer Münster

Für Bilder des Konstanzer Münsters eignen sich mehrere Perspektiven.

Münsterplatz:
Hier bekommst du die klassische Ansicht der Westfassade. Für das gesamte Bauwerk ist ein Weitwinkel hilfreich, weil der Platz vor der Kirche nicht besonders tief ist.

Wessenbergstraße:
Zwischen den Häusern erscheint der Turm als markanter Abschluss der Straße. Diese Perspektive zeigt besonders gut, wie stark das Münster die Altstadt prägt.

Pfalzgarten und Ostseite:
Von der Rückseite lassen sich Chor, Rotunde und die unterschiedlichen Anbauten besser erkennen. Hier wird sichtbar, dass das Münster nicht aus einem einheitlichen Baukörper besteht.

Münsterturm:
Oben entstehen die besten Bilder der Dächer, der Niederburg und des Bodensees. Für Fotos der Alpen ist ein klarer Tag mit geringer Luftfeuchtigkeit wichtiger als strahlender Sonnenschein.

Durch das Gerüst können einzelne Außenaufnahmen derzeit eingeschränkt sein.


Häufige Fragen zum Konstanzer Münster

Wie sind die Öffnungszeiten des Konstanzer Münsters?

Die Kirche, Krypta, Mauritiusrotunde, Seitenkapellen und der Kreuzgang sind normalerweise täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Während Gottesdiensten ist keine touristische Besichtigung möglich.

Was kostet der Eintritt in das Konstanzer Münster?

Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. Für die Besteigung des Münsterturms zahlen Erwachsene derzeit 4 Euro. Für Kinder, Schüler, Studierende, Auszubildende, Senioren und Gruppen gibt es Ermäßigungen.

Wie hoch ist das Konstanzer Münster?

Der Münsterturm ist 78 Meter hoch. Die reguläre Aussichtsplattform liegt deutlich unterhalb der Turmspitze.

Wie viele Stufen hat der Münsterturm in Konstanz?

Bis zur Plattform führen 193 Stufen. Weitere 52 Stufen führen zu höher gelegenen Balkonen, sofern diese geöffnet sind.

Wann wurde das Konstanzer Münster gebaut?

Eine erste Bischofskirche stand hier bereits im 7. Jahrhundert. Nach dem Einsturz eines Vorgängerbaus begann ab 1054 der Bau der heutigen romanischen Basilika. Geweiht wurde sie 1089. Die neugotische Turmspitze entstand erst 1853.

Was befindet sich in der Krypta des Konstanzer Münsters?

In der Krypta sind unter anderem vier originale feuervergoldete Kupferscheiben ausgestellt. Die größte zeigt Christus als Weltenherrscher und entstand wahrscheinlich um das Jahr 1000.

Kann man den Turm des Konstanzer Münsters besteigen?

Ja, normalerweise ist der Turm vom Frühjahr bis Ende Oktober geöffnet. Wegen Wetter, Veranstaltungen oder Sanierungsarbeiten kann es kurzfristige Einschränkungen geben.

Ist der Münsterturm barrierefrei?

Nein. Der Aufstieg erfolgt ausschließlich über Treppen. Einen Aufzug gibt es nicht.

Wann finden Gottesdienste im Konstanzer Münster statt?

Die Termine wechseln je nach Wochentag, Kirchenjahr und Veranstaltung. Die aktuellen Zeiten veröffentlicht die katholische Kirchengemeinde Konstanz.

Gibt es Führungen durch das Konstanzer Münster?

Ja. Angeboten werden Führungen für Erwachsene, Familien, Schulklassen und Gruppen. Gruppenführungen können über das Pfarrbüro angefragt werden.

Welche besonderen Räume sollte man sehen?

Besonders sehenswert sind die Krypta, die Mauritiusrotunde mit dem Heiligen Grab, der Kreuzgang, die Silvesterkapelle, die Konradskapelle und das Treppenhaus Schnegg.

Wie viele Glocken hat das Konstanzer Münster?

Das Münster besitzt insgesamt 19 Glocken. Sieben davon sind historisch, zwölf weitere wurden 1966 gegossen.

Wie lange dauert ein Besuch?

Für die Kirche solltest du etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Zusammen mit dem Turm sind 60 bis 90 Minuten realistisch.


Mein Tipp für deinen Besuch

Komme möglichst am Vormittag, wenn Kirche und Münsterplatz noch nicht so voll sind. Beginne draußen am geschnitzten Westportal, gehe anschließend durch das Hauptschiff zur Krypta und weiter zur Mauritiusrotunde. Danach folgen Kreuzgang, Silvesterkapelle und Schnegg.

Den Turm solltest du zum Abschluss besteigen. Von oben erkennst du die verwinkelte Struktur der Altstadt und kannst deinen weiteren Weg durch die nahe Niederburg planen.

Das Konstanzer Münster ist gerade deshalb interessant, weil es nicht wie aus einem Guss wirkt. Romanische Säulen, gotische Kapellen, barocke Ausstattung und die neugotische Turmspitze liegen direkt nebeneinander. Wer sich dafür etwas Zeit nimmt, entdeckt hinter dem bekannten Wahrzeichen einen der geschichtlich vielseitigsten Orte am Bodensee.