Romanshorn liegt am Schweizer Bodenseeufer und wird häufig nur als Ankunftsort der Fähre aus Friedrichshafen wahrgenommen. Wer nach dem Anlegen direkt weiterfährt, verpasst jedoch den weitläufigen Hafen, den Seepark, historische Spuren des früheren Güterverkehrs, mehrere Museen und einen überraschend entspannten Uferbereich.
Kurzantwort: Romanshorn ist eine Hafenstadt im Schweizer Kanton Thurgau und eignet sich besonders für einen Tagesausflug, eine Fahrradtour oder als Ausgangspunkt für Fahrten rund um den Bodensee. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Hafen, die Seepromenade mit Seepark und Inseli, der Schlossberg mit der Alten Kirche, das Kornhaus, das Museum am Hafen, die autobau Erlebniswelt und das Locorama. Die Autofähre verbindet Romanshorn ganzjährig mit Friedrichshafen und benötigt für die Überfahrt ungefähr 45 Minuten.

Romanshorn auf einen Blick
| Information | Das solltest du wissen |
|---|---|
| Land | Schweiz |
| Kanton | Thurgau |
| Postleitzahl | 8590 |
| Lage | Am südlichen Ufer des Bodensees |
| Bekannt für | Hafen, Fähre, Eisenbahn- und Verkehrsgeschichte |
| Wichtigste Verbindung | Autofähre Romanshorn–Friedrichshafen |
| Dauer der Fährüberfahrt | Rund 45 Minuten |
| Empfehlenswerte Aufenthaltsdauer | Ein halber bis ein ganzer Tag |
| Schönster Bereich | Hafen, Inseli, Seepark und Schlossberg |
| Gut für Familien | Seepark, Spielplatz, Seebad, Locorama und autobau |
| Bahnhof | Direkt hinter dem Hafen |
| Währung | Schweizer Franken, teilweise werden auch Euro akzeptiert |
Was macht Romanshorn besonders?
Romanshorn ist nicht die typische historische Bodenseestadt mit geschlossenem mittelalterlichem Zentrum, engen Gassen und durchgehend verzierten Fassaden. Wer eine Altstadt wie in Stein am Rhein oder Meersburg erwartet, wird hier nicht das Gleiche finden.
Die Stärke Romanshorns liegt an anderer Stelle: Hafen, Bahn, Fähre, ehemalige Lagerhäuser und Industrieanlagen erzählen von einer Stadt, die durch Verkehr und Handel gewachsen ist. Das Wasser ist dabei nicht nur schöne Kulisse, sondern seit Jahrhunderten Teil des täglichen Lebens.
Gemessen an seiner Wasserfläche wird der Romanshorner Hafen als größter Hafen am Bodensee bezeichnet. Rund um die Hafenbecken liegen Fähranleger, Schiffswerft, Segelhäfen, historische Gebäude, Gastronomie und großzügige Grünflächen dicht beieinander.
Eine ehrliche Einschätzung
Romanshorn erschließt sich nicht durch eine einzelne überragende Sehenswürdigkeit. Der Reiz entsteht durch die Verbindung verschiedener Orte:
- Schiffe und Fähren im Hafen beobachten
- am Wasser entlanggehen
- alte Verkehrsbauten entdecken
- eine Pause im Seepark einlegen
- ein Museum besuchen
- anschließend mit Bahn, Schiff oder Fahrrad weiterreisen
Aus meiner Sicht ist Romanshorn deshalb besonders angenehm für Menschen, die nicht von einem Fotospot zum nächsten hetzen möchten. Zwischen Bahnhof, Hafen, Schlossberg und Seepark sind die Wege kurz, die Flächen weitläufig und der Blick auf den See fast immer in der Nähe.
Sehenswürdigkeiten in Romanshorn
Hafen und Fährhafen
Der Hafen ist der beste Ausgangspunkt für einen Rundgang. Wer mit der Fähre aus Friedrichshafen ankommt, befindet sich bereits mitten im interessantesten Teil der Stadt.
Neben der Autofähre legen in Romanshorn auch Kursschiffe der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt ab. Dazu kommen Segelboote, Motorboote, Werftanlagen und mehrere Hafenbecken. Besonders lebendig wirkt der Bereich, wenn gleichzeitig eine Fähre anlegt, ein Kursschiff abfährt und kleinere Boote zwischen den Stegen unterwegs sind.
Für einen guten Gesamteindruck solltest du nicht nur am Fähranleger bleiben. Folge dem Uferweg in Richtung Seepark und Inseli. Aus etwas Entfernung lässt sich die Größe der Hafenanlage wesentlich besser erkennen.
Zwischen Mai und September werden außerdem geführte Hafenrundfahrten angeboten. Die ungefähr 90-minütige Fahrt führt unter anderem am Fährhafen, am Leuchtturm, am Inseli und an der Werft vorbei.
Leuchtturm und Hafenmolen
Romanshorn besitzt keinen großen Aussichtsturm wie Lindau, dennoch gehören die kleinen Leuchtfeuer an den Hafeneinfahrten zum typischen Bild der Stadt.
Der Spaziergang entlang der Hafenbecken lohnt sich vor allem wegen der wechselnden Perspektiven. Von den Molen blickst du auf die Fähren, das Kornhaus, den Schlossberg und bei klarer Sicht über den See bis zum deutschen Ufer.
Die Hafenkanten sind teilweise nicht abgesichert. Mit kleinen Kindern sollte man deshalb besonders an den Molen und Bootsstegen aufmerksam bleiben.
Seepark und Seepromenade
Westlich des Hafens geht die technische Hafenlandschaft in den grünen Seepark über. Rasenflächen, Bäume, Wege, Sitzgelegenheiten und der freie Blick über den Bodensee machen ihn zum besten Platz für eine längere Pause.
Zwischen Seepark und Inseli befindet sich außerdem ein öffentlicher Spielplatz. Damit lässt sich der Spaziergang gut mit Kindern unterbrechen, ohne den Uferbereich verlassen zu müssen.
Mein Tipp: Kaufe dir am Hafen etwas zu essen und gehe damit in den Seepark. Direkt an den stark frequentierten Stellen rund um Fähranleger und Bahnhof ist meist mehr Bewegung. Wenige Minuten weiter wird es deutlich ruhiger.
Inseli und Schlosspark
Das Inseli liegt wie eine kleine grüne Landzunge zwischen Hafen und Seepark. Die Bezeichnung ist etwas irreführend, denn du brauchst weder Brücke noch Boot, um den Bereich zu erreichen.
Der Weg führt durch eine gepflegte Parkanlage unmittelbar am Wasser. Von hier öffnen sich schöne Blicke über die Hafenbecken und den Obersee. Im Park befindet sich auch das Park-Hotel Inseli.
Gerade am Abend gehört dieser Abschnitt zu den angenehmsten Orten in Romanshorn. Das Licht fällt dann über den See, während im Hafen langsam Ruhe einkehrt.
Schlossberg und Alte Kirche
Vom Seeufer führt ein kurzer Anstieg zum Schlossberg. Dort stehen die Alte Kirche, das Schloss und weitere kirchliche Gebäude in unmittelbarer Nähe.
Der Schlossberg ist wichtig, weil sich hier noch etwas vom älteren Romanshorn erkennen lässt. Bevor Hafen, Eisenbahn und Lagerhäuser das Ortsbild veränderten, lag der historische Siedlungskern weiter oberhalb des Wassers.
Eine geschlossene Romanshorner Altstadt gibt es zwar nicht, der Bereich um Schlossberg und Badstraße besitzt jedoch historische Gebäude und eine deutlich andere Atmosphäre als die Hafen- und Bahnanlagen. Die Alte Kirche prägt den Hügel bereits aus der Ferne.
Kornhaus Romanshorn
Das mächtige Kornhaus gehört zu den auffälligsten Gebäuden am Hafen. Seine Größe erinnert daran, welche Bedeutung der Warenumschlag früher für Romanshorn hatte.
Getreide und andere Güter wurden zwischen Eisenbahn, Lagerhäusern und Schiffen umgeschlagen. Dadurch entstanden am Hafen große Zweckbauten, die das Stadtbild bis heute prägen.
Das Kornhaus ist kein klassisches Museum, das täglich vollständig besichtigt werden kann. Im Gebäude und seinem Umfeld finden jedoch Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen und andere Nutzungen statt. Selbst ohne Innenbesichtigung lohnt es sich, das Bauwerk von der Hafenpromenade aus anzusehen.
Wichtig: Das Kornhaus in Romanshorn darf nicht mit dem Museum im Kornhaus in Rorschach verwechselt werden.
Museum am Hafen
Im historischen Alten Zollhaus befindet sich das Museum am Hafen. Die Ausstellung erzählt, wie Romanshorn vom kleinen Fischerdorf zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt wurde.
Im Mittelpunkt stehen:
- Eisenbahn und Bahnhof
- Bodenseeschifffahrt
- Fährverkehr
- früherer Trajektverkehr mit Eisenbahnwagen
- Hafenentwicklung
- Schiff- und Dampflokmodelle
Das Museum ist eher klein und eignet sich gut als Ergänzung zum Hafenrundgang. Regulär öffnet es sonntags am Nachmittag; Führungen können nach Vereinbarung stattfinden. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte ist vorgesehen. Öffnungszeiten sollten vor der Anreise noch einmal geprüft werden.
autobau Erlebniswelt
Die autobau Erlebniswelt ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Romanshorn. Sie befindet sich in einem ehemaligen Tanklager der Alkoholverwaltung und verbindet historische Industriearchitektur mit einer großen Fahrzeugsammlung.
Zu sehen sind ungefähr 120 wechselnde Fahrzeuge, darunter:
- klassische Sportwagen
- Supersportwagen
- historische Rennwagen
- Formel-1-Fahrzeuge
- Rallye- und Le-Mans-Rennwagen
- seltene Marken und Einzelstücke
Das Gelände umfasst mehrere Hallen und Ausstellungsflächen. Dadurch ist autobau nicht nur für ausgesprochene Autofans interessant. Auch die Architektur des ehemaligen Industrieareals trägt zum Erlebnis bei.
Vom Bahnhof dauert der Fußweg ungefähr 15 Minuten. Besucherparkplätze stehen ebenfalls zur Verfügung. Aktuelle Öffnungstage und Eintrittspreise findest du direkt bei der autobau Erlebniswelt.
Locorama
Das Locorama befindet sich in einer ehemaligen SBB-Lokremise und greift einen zweiten wichtigen Teil der Romanshorner Geschichte auf: die Eisenbahn.
Historische Lokomotiven, Wagen, technische Anlagen und Modelle zeigen, wie eng Hafen und Schiene miteinander verbunden waren. Gerade für Familien und Eisenbahnfreunde ist das Locorama eine gute Ergänzung zur autobau Erlebniswelt.
Die Öffnungszeiten sind teilweise auf einzelne Saison- und Veranstaltungstage beschränkt. Ein spontaner Besuch ohne vorherige Kontrolle kann deshalb vor verschlossenen Türen enden.
Seebad Romanshorn
An warmen Tagen ist das Seebad eines der wichtigsten Ziele für Familien. Zur Anlage gehören Schwimmbecken, Nichtschwimmerbereiche, eine Wasserrutsche, ein Strömungsbecken, ein Whirlpool, ein Sprungturm und ein direkter Zugang zum Bodensee.
Die Badesaison 2026 reicht nach Angaben der Stadt vom 1. Mai bis zum 30. August. Öffnungszeiten können sich durch Wetter, Veranstaltungen oder technische Arbeiten verändern.
Direkt in der Nähe befinden sich außerdem Minigolf, Restaurant und Seepark. Dadurch kann eine Familie problemlos einen halben oder ganzen Sommertag in diesem Bereich verbringen.
Romanshorn mit Kindern
Neben Seebad, Spielplatz, autobau und Locorama bietet Romanshorn einen spielerischen Stadtrundgang. Beim Ludotrail verteilen sich 25 Spielposten über die Stadt. Kinder können dort unter anderem Schiffe steuern, Fische angeln oder Lokomotiven rangieren.
Der Rundgang eignet sich besonders für Kinder ab etwa sechs Jahren und verbindet Bewegung mit den wichtigsten Themen der Hafenstadt.
Fähre Friedrichshafen–Romanshorn
Die Fähre ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern für viele Besucher der eigentliche Beginn des Ausflugs. Sie transportiert Fußgänger, Fahrräder, Motorräder, Autos, Wohnmobile und andere Fahrzeuge zwischen Deutschland und der Schweiz.
Die Überfahrt dauert ungefähr 45 Minuten. Nach dem Fahrplan 2026 verkehren die Fähren ganzjährig und in der Regel stündlich. Fahrplanänderungen durch Wetter, technische Gründe oder besondere Veranstaltungen sind möglich.
Alle Einzelheiten zur Route findest du im Beitrag über die Fähre Friedrichshafen–Romanshorn.
Fahrplan und Tickets
Fahrkarten werden an den Verkaufsstellen in Friedrichshafen und Romanshorn sowie direkt auf den Fähren verkauft. Den jeweils gültigen Fahrplan findest du bei den Bodensee-Schiffsbetrieben.
Gerade bei einer geplanten Rückfahrt am selben Tag solltest du die letzte Verbindung vorher prüfen. Der reguläre Stundentakt bedeutet nicht, dass die Fähre rund um die Uhr verkehrt.
Preise der Fähre im Jahr 2026
Nach der veröffentlichten Preisliste gelten derzeit unter anderem folgende Preise für eine einfache Fahrt:
- Erwachsene: 13 Euro beziehungsweise 12,80 Schweizer Franken
- Kinder von 6 bis 15 Jahren: 6,50 Euro beziehungsweise 6,40 Schweizer Franken
- Fahrrad oder E-Bike: zusätzlich 6,50 Euro beziehungsweise 6,40 Schweizer Franken
- Pkw bis vier Meter einschließlich Fahrer: 30 Euro beziehungsweise 29 Schweizer Franken
- Pkw bis fünf Meter einschließlich Fahrer: 35,20 Euro beziehungsweise 34 Schweizer Franken
Für weitere Mitfahrer im Auto werden zusätzliche Personentickets benötigt. Tageskarten gelten am Geltungstag für Hin- und Rückfahrt. Da Preise geändert werden können, sollte vor der Reise die aktuelle Tarifübersicht geprüft werden.
Mit dem Fahrrad auf die Fähre
Die Verbindung eignet sich hervorragend für Fahrradtouren. Du kannst von Friedrichshafen nach Romanshorn übersetzen und anschließend am Schweizer Ufer in Richtung Arbon, Rorschach, Uttwil oder Kreuzlingen weiterfahren.
Fahrräder, E-Bikes und Anhänger werden mitgenommen. An stark frequentierten Sommertagen lohnt es sich, etwas früher am Anleger zu sein.
Lohnt sich die Fähre mit dem Auto?
Für Ziele im östlichen und mittleren Teil der Schweiz kann die Fähre eine angenehme Alternative zur Fahrt um den See sein. Die Betreiber geben an, dass Autofahrer gegenüber der Straßenroute ungefähr 70 Kilometer einsparen können.
Ob sie tatsächlich schneller oder günstiger ist, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Start- und Zielort
- Verkehr rund um den Bodensee
- Wartezeit am Anleger
- Fahrzeuglänge
- Zahl der Mitfahrer
- gewünschter Erlebniswert
Wer nur möglichst billig reisen möchte, sollte Kosten und Fahrzeit vergleichen. Als Teil eines Bodensee-Ausflugs ist die Überfahrt jedoch wesentlich reizvoller als eine längere Straßenetappe.
Romanshorn an einem Tag entdecken
Für einen entspannten Tagesausflug brauchst du kein Auto. Bahnhof, Fähranleger, Hafen und Zentrum liegen nah beieinander.
Vormittag: Ankunft und Hafenrundgang
Beginne am Bahnhof oder Fähranleger. Gehe zunächst am Hafenbecken entlang und verschaffe dir einen Überblick über Fähren, Werft, Kornhaus und Leuchtfeuer.
Danach führt der Weg am Alten Zollhaus vorbei. Ist das Museum am Hafen geöffnet, kannst du dort die Verkehrsgeschichte der Stadt kennenlernen.
Mittags: Hafen oder Seepark
Für die Mittagspause bieten sich Restaurants und Imbisse rund um den Hafen an. Bei schönem Wetter ist die Hafenlounge ein beliebter Platz direkt am Wasser. Da solche Außenbetriebe wetter- und saisonabhängig arbeiten, solltest du aktuelle Öffnungszeiten prüfen.
Ruhiger ist ein Picknick im Seepark. Von dort kannst du Schiffe beobachten, ohne mitten im Betrieb des Fährhafens zu sitzen.
Nachmittag: eine große oder zwei kleine Sehenswürdigkeiten
Entscheide dich anschließend nach Interesse:
- Technik und Fahrzeuge: autobau Erlebniswelt
- Eisenbahn: Locorama
- Geschichte: Museum am Hafen und Schlossberg
- Sommer mit Kindern: Seebad und Spielplatz
- Entspannung: langer Spaziergang durch Seepark und Inseli
Autobau und Locorama am selben Nachmittag sind nur sinnvoll, wenn beide geöffnet sind und du genug Zeit einplanst. Für autobau allein solltest du mindestens anderthalb bis zwei Stunden vorsehen.
Abend: Rückkehr ans Wasser
Zum Abschluss lohnt sich noch einmal der Weg zum Hafen. Am späten Nachmittag verändert sich die Stimmung deutlich. Tagesausflügler reisen ab, die großen Verkehrsflächen werden ruhiger und das Licht über dem See weicher.
Wer mit der Fähre zurück nach Friedrichshafen fährt, sollte sich spätestens 15 bis 20 Minuten vor der Abfahrt wieder am Anleger einfinden. Mit Fahrzeug kann je nach Reisezeit ein größerer Zeitpuffer sinnvoll sein.
Hotels und Unterkünfte in Romanshorn
Romanshorn besitzt keine riesige Auswahl an Hotels. Für einen Zwischenstopp, ein Wochenende oder den Beginn einer Fahrradtour gibt es jedoch mehrere passende Möglichkeiten.
Park-Hotel Inseli
Das Park-Hotel Inseli liegt direkt am Bodensee in einer Grünanlage zwischen Hafen und Seepark. Der größte Vorteil ist eindeutig die Lage: Hafen, Promenade, Bahnhof und Restaurants lassen sich zu Fuß erreichen.
Das Hotel eignet sich besonders für Reisende, die ruhig am Wasser übernachten möchten und am nächsten Morgen ohne lange Anfahrt mit Fähre, Zug oder Fahrrad weiterreisen wollen. Zum Haus gehören Gastronomie und ein Wellnessbereich.
Jugendherberge Romanshorn
Die Jugendherberge, häufig auch „Jugi Romanshorn“ genannt, ist eine günstigere und familienfreundliche Alternative. Der Bodensee befindet sich in Gehweite.
Sie wird nicht nur von jungen Einzelreisenden genutzt, sondern auch von Familien, Fahrradfahrern, Wanderern, Wassersportlern und Gruppen. Aktuelle Zimmer, Preise und Verfügbarkeit findest du bei der Jugendherberge Romanshorn.
Ferienwohnungen und kleinere Unterkünfte
Bei längeren Aufenthalten kann eine Ferienwohnung sinnvoller sein als ein Hotel. Das gilt besonders für Familien, Radreisende oder Besucher, die mehrere Orte am Schweizer Bodenseeufer erkunden möchten.
Achte bei der Buchung nicht nur auf den Zusatz „Romanshorn Bodensee“, sondern auf die genaue Lage. Unterkünfte in Bahnhofsnähe sind praktisch für Ausflüge. Rund um Seepark und Inseli wohnst du ruhiger und näher am Wasser.
Restaurants und Gastronomie am Hafen
Die größte Auswahl findest du zwischen Bahnhof, Hafen und Seepark. Dort liegen Restaurants, Cafés, saisonale Außenlokale und kleinere Imbisse.
Besonders gefragt sind Plätze mit Blick auf das Wasser. Dazu gehören das Restaurant HAFEN, die Hafenlounge und das Restaurant beim Seebad. Die Hafenlounge eignet sich vor allem bei trockenem, warmem Wetter, während ein festes Seerestaurant die verlässlichere Wahl bei unsicherer Witterung ist.
Ein paar praktische Hinweise:
- An sonnigen Wochenenden sind Terrassenplätze schnell belegt.
- Schweizer Preise liegen häufig über dem deutschen Niveau.
- Nicht jeder saisonale Betrieb ist täglich geöffnet.
- Kartenzahlung ist üblich, etwas Bargeld in Schweizer Franken bleibt trotzdem praktisch.
- Wer die letzte Fähre erreichen muss, sollte nicht zu spät bestellen.
Anreise, Bahnhof, Wetter und Webcam
Mit der Bahn nach Romanshorn
Der Bahnhof liegt unmittelbar hinter dem Hafen. Nach wenigen Gehminuten erreichst du Fähranleger, Kornhaus, Museum am Hafen und Seepromenade.
Romanshorn entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gerade wegen dieser Verbindung aus Hafen und Eisenbahn zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Bis heute ist die Bahn für einen Besuch oft die bequemste Anreisemöglichkeit.
Für Verbindungen aus Zürich, St. Gallen, Kreuzlingen oder Rorschach solltest du den aktuellen SBB-Fahrplan nutzen.
Von Friedrichshafen zum Flughafen Zürich
Eine mögliche Verbindung führt mit der Fähre von Friedrichshafen nach Romanshorn und anschließend mit der Bahn weiter zum Flughafen Zürich.
Zwischen Fähranleger und Bahnhof liegen nur wenige Gehminuten. Trotzdem solltest du bei einer Flugreise ausreichend Puffer für Wartezeit, Fährbetrieb, Umstieg und mögliche Fahrplanänderungen einplanen. Für eine knapp kalkulierte Flughafenfahrt ist die Verbindung ungeeignet.
Mit dem Auto
Romanshorn ist über das Schweizer Straßennetz gut erreichbar. Rund um Hafen, Bahnhof und Seepark stehen verschiedene Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Bereiche direkt am Wasser sind teilweise stark nachgefragt. Für einen längeren Aufenthalt lohnt es sich, auf Beschilderung, Höchstparkdauer und Gebühren zu achten, statt den erstbesten Stellplatz zu nehmen.
Wetter in Romanshorn
Das Wetter am Bodensee kann sich schneller verändern, als es einige Kilometer vom Ufer entfernt scheint. Wind, Wolken und Niederschläge ziehen über die offene Wasserfläche teilweise rasch heran.
Vor einer Fährfahrt, Fahrradtour oder einem Besuch im Seebad solltest du deshalb nicht nur die Tageshöchsttemperatur betrachten, sondern auch:
- Niederschlagswahrscheinlichkeit
- Windstärke
- Gewitterlage
- Sichtweite
- Temperatur am Abend
Webcam Romanshorn
Einen aktuellen Blick auf Hafen, See und Wetter bietet die 360-Grad-Webcam Romanshorn. Sie ist besonders hilfreich, wenn du vor der Anreise sehen möchtest, ob die Alpen sichtbar sind, wie stark der See bewegt ist oder wie dicht die Bewölkung direkt am Ufer ausfällt.
Weitere Livebilder findest du bei den Webcams am Bodensee.
Beste Reisezeit für Romanshorn
Romanshorn kann ganzjährig besucht werden. Welche Jahreszeit am besten passt, hängt jedoch vom geplanten Programm ab.
Frühling
Im Frühling wird es am Hafen wieder lebendiger. Die Temperaturen eignen sich gut für Spaziergänge und Fahrradtouren. Gleichzeitig ist meist weniger Betrieb als im Hochsommer.
Sommer
Der Sommer bietet das größte Freizeitangebot. Seebad, Hafenlounge, Schifffahrt, Hafenrundfahrten und Außengastronomie sind dann am attraktivsten.
An heißen Wochenenden können Fähren, Terrassen und Parkplätze deutlich stärker ausgelastet sein.
Herbst
Klare Herbsttage eignen sich hervorragend für den Seepark und Fahrradtouren am Schweizer Ufer. Bei guter Fernsicht treten Säntis und Alpen besonders deutlich hervor.
Saisonale Betriebe reduzieren allerdings nach und nach ihre Öffnungszeiten.
Winter
Auch im Winter fährt die Fähre grundsätzlich weiter. Romanshorn wirkt dann ruhiger und stärker wie eine alltägliche Hafenstadt als wie ein Ferienort.
Für einen kurzen Spaziergang, einen Museumsbesuch oder die Kombination aus Fähre und Zug kann sich der Ausflug trotzdem lohnen. Fahrpläne und Öffnungstage sollten im Winter besonders sorgfältig geprüft werden.
Die Geschichte von Romanshorn
Romanshorn war lange ein überschaubarer Ort am See. Den entscheidenden Wandel brachten Hafen und Eisenbahn in den 1850er Jahren.
1855 wurde Romanshorn Endpunkt einer wichtigen Bahnlinie. Schiffe stellten anschließend die Verbindung zu den deutschen Eisenbahnnetzen her. Weitere Strecken nach Rorschach, Konstanz und St. Gallen machten den Ort zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt.
Lagerhäuser, Kornmarkt, Werkstätten, Hafenanlagen und neue Wohnquartiere entstanden. Zeitweise wurden sogar komplette Eisenbahnwagen auf Schiffen über den Bodensee transportiert.
Diese Entwicklung erklärt das heutige Stadtbild. Romanshorn besitzt weniger mittelalterliche Häuser als andere Bodenseestädte, dafür aber zahlreiche Gebäude aus der Verkehrs-, Bahn- und Industriegeschichte.
Wer Hafen, Kornhaus, Zollhaus, Lokremise und ehemaliges Tanklager gemeinsam betrachtet, erkennt schnell, dass die vermeintlich nüchternen Zweckbauten die eigentlichen historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt sind.
Ausflüge ab Romanshorn
Romanshorn ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Orte am südlichen und nördlichen Bodenseeufer.
Friedrichshafen
Die direkte Fähre macht Friedrichshafen zum naheliegendsten Ziel auf der deutschen Seite. Hafen, Zeppelin Museum, Uferpromenade und Innenstadt liegen nach der Ankunft in kurzer Entfernung.
Arbon
Westlich von Romanshorn liegt Arbon. Die Stadt besitzt eine deutlich geschlossenere historische Altstadt, ein Schloss und eine schöne Uferanlage.
Mit dem Fahrrad lässt sich Arbon über den Bodenseeradweg erreichen.
Rorschach
Östlich führt der Weg nach Rorschach. Dort erwarten dich eine lange Uferpromenade, das historische Kornhaus und gute Bahnverbindungen ins Appenzellerland.
Kreuzlingen und Konstanz
In Richtung Westen erreichst du über die Seelinie Kreuzlingen und anschließend Konstanz. Diese Verbindung eignet sich besonders für Reisende ohne Auto.
FRQ – Häufige Fragen zu Romanshorn
Was muss man in Romanshorn gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Hafen, der Seepark, das Inseli, der Schlossberg mit der Alten Kirche, das Kornhaus, das Museum am Hafen, die autobau Erlebniswelt und das Locorama.
Lohnt sich Romanshorn für einen Tagesausflug?
Ja. Romanshorn eignet sich besonders für einen entspannten Tagesausflug mit Hafenrundgang, Seepark, Museum und Fährfahrt. Für einen ersten Besuch reichen ein halber bis ein ganzer Tag.
Hat Romanshorn eine Altstadt?
Romanshorn besitzt keine geschlossene mittelalterliche Altstadt wie Meersburg oder Stein am Rhein. Historische Gebäude findest du vor allem am Schlossberg sowie rund um Hafen, Bahnhof und Kornhaus.
Wie lange fährt die Fähre von Friedrichshafen nach Romanshorn?
Die Überfahrt dauert ungefähr 45 Minuten. Die Fähre verkehrt nach dem regulären Fahrplan ganzjährig und meist stündlich.
Was kostet die Fähre Friedrichshafen–Romanshorn?
Eine einfache Fahrt kostet 2026 für Erwachsene 13 Euro beziehungsweise 12,80 Schweizer Franken. Fahrzeuge und Fahrräder werden zusätzlich berechnet. Aktuelle Preise sollten vor der Abfahrt kontrolliert werden.
Kann man mit dem Fahrrad auf die Fähre nach Romanshorn?
Ja. Fahrräder, E-Bikes und Fahrradanhänger können auf der Fähre mitgenommen werden. Für das Fahrrad wird zusätzlich zum Personenticket ein eigener Tarif berechnet.
Fährt die Fähre Friedrichshafen–Romanshorn auch im Winter?
Ja, die Verbindung wird grundsätzlich ganzjährig betrieben. Abfahrtszeiten und Takt können sich saisonal ändern, weshalb der aktuelle Fahrplan geprüft werden sollte.
Wo kann man in Romanshorn übernachten?
Zu den bekanntesten Unterkünften gehören das Park-Hotel Inseli direkt am See und die Jugendherberge Romanshorn. Zusätzlich gibt es kleinere Unterkünfte und Ferienwohnungen.
Ist die Jugendherberge Romanshorn nur für Jugendliche?
Nein. Die Jugendherberge wird auch von Familien, Einzelreisenden, Fahrradfahrern, Wanderern und Gruppen genutzt.
Gibt es in Romanshorn ein Automuseum?
Ja. Die autobau Erlebniswelt zeigt eine große Sammlung aus Klassikern, Sportwagen, Supersportwagen und Rennfahrzeugen. Sie befindet sich in einem ehemaligen Industrieareal nahe dem Hafen.
Gibt es eine Webcam in Romanshorn?
Ja. Eine 360-Grad-Webcam zeigt den Hafen, den Bodensee und die aktuelle Wetterlage.
Kann man in Romanshorn baden?
Ja. Das Seebad Romanshorn besitzt mehrere Becken, Wasserrutsche, Sprungturm und direkten Seezugang. Die Anlage ist während der Sommersaison geöffnet.
Gibt es in Romanshorn eine Seilbahn?
Nein. Romanshorn liegt direkt am Bodensee und besitzt keine Seilbahn. Für Bergbahnen und alpine Ausflüge musst du in Richtung Appenzellerland, Säntis oder Vorarlberg weiterreisen.
Welche Postleitzahl hat Romanshorn?
Die Postleitzahl von Romanshorn lautet 8590.
Wie weit liegen Bahnhof und Fähranleger auseinander?
Bahnhof und Fähranleger liegen direkt nebeneinander. Der Fußweg dauert nur wenige Minuten, wodurch der Umstieg zwischen Zug und Fähre unkompliziert ist.
Kann man von Friedrichshafen über Romanshorn zum Flughafen Zürich fahren?
Ja. Du kannst mit der Fähre nach Romanshorn übersetzen und vom nahen Bahnhof mit dem Zug weiterfahren. Für einen Flug solltest du wegen möglicher Warte- und Umsteigezeiten einen großzügigen Zeitpuffer einplanen.