Am westlichen Ende der Friedrichshafener Uferpromenade stehen zwei mächtige Zwiebeltürme über dem See. Sie gehören zur Schlosskirche, einem der wenigen historischen Bauwerke der Stadt, das den Zweiten Weltkrieg trotz schwerer Schäden überstanden hat. Von außen wirkt die Kirche streng und beinahe zurückhaltend. Im Inneren öffnet sich dagegen ein heller Barockraum mit weißem Stuck, farbigen Altären, geschnitztem Chorgestühl und einer außergewöhnlichen Orgel.
Kurzantwort: Die Schlosskirche Friedrichshafen kann während der Besuchssaison kostenlos besichtigt werden. 2026 ist sie seit Palmsonntag, dem 29. März, wieder geöffnet. Üblich sind Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr, donnerstags ab 11 Uhr. Gottesdienste finden normalerweise sonntags um 9.30 Uhr statt. Für eine ruhige Besichtigung solltest du etwa 30 bis 45 Minuten einplanen. Besonders lohnend ist die Verbindung mit der Uferpromenade Friedrichshafen, dem Schlosssteg und dem Schlosshorn.
Aktuelle Änderungen findest du bei den offiziellen Öffnungszeiten der Schlosskirche. Während Gottesdiensten, Trauungen, Proben und besonderen Veranstaltungen ist keine touristische Besichtigung möglich.

Schlosskirche Friedrichshafen auf einen Blick
| Information | Angaben |
|---|---|
| Adresse | Schlossstraße 2, 88045 Friedrichshafen |
| Bauzeit | 1695 bis 1702 |
| Baustil | Vorarlberger und oberschwäbischer Barock |
| Höhe der Türme | jeweils 55 Meter |
| Eintritt | kostenlos |
| Besuchsdauer | etwa 30 bis 45 Minuten |
| Öffnungszeiten | meist 9 bis 18 Uhr, donnerstags 11 bis 18 Uhr |
| Wintersaison | für Besichtigungen geschlossen, Gottesdienste und Konzerte finden weiterhin statt |
| Gottesdienst | normalerweise sonntags um 9.30 Uhr |
| Besonderheiten | Stuckdecke, Hochaltar, Chorgestühl, Kanzel, historische Glocken und große Orgel |
| Parken | kleiner Parkplatz an der Schlossstraße, weitere Parkmöglichkeiten in der Innenstadt |
Die Kirche gehört zur Oberschwäbischen Barockstraße und steht direkt am Bodensee-Rundweg. Das angrenzende Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann nicht regulär besichtigt werden.
Warum sich die Schlosskirche lohnt
Friedrichshafen wird heute vor allem mit Zeppelinen, Luftfahrt und moderner Industrie verbunden. Große Teile der historischen Stadt wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Umso eindrucksvoller wirkt die Schlosskirche: Sie erinnert an die Zeit, bevor Buchhorn und Hofen zur neuen Stadt Friedrichshafen zusammengelegt wurden.
Auch die Lage ist ungewöhnlich. Hinter der Kirche schließen sich Schlossgebäude und Grünanlagen an, wenige Schritte weiter beginnt das Seeufer. Besonders vom Wasser und vom westlichen Abschnitt der Promenade sind die beiden Türme weithin sichtbar.
Von außen solltest du dir zunächst Zeit für die Westfassade nehmen. Die Türme bestehen aus Rorschacher Sandstein und erreichen eine Höhe von 55 Metern. Ihre dunklen Kuppelhauben prägen das Stadtbild so stark, dass die Schlosskirche heute als eines der Wahrzeichen Friedrichshafens gilt.
Meine Empfehlung: Geh nicht sofort durch das Hauptportal. Betrachte die Kirche zuerst mit etwas Abstand vom Vorplatz und anschließend noch einmal vom Seeufer. Erst aus dieser Perspektive werden Größe und Lage des gesamten Schlosskomplexes deutlich.
Was du im Inneren sehen solltest
Die Schlosskirche erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Wer nur kurz bis zum Mittelgang geht und danach wieder umkehrt, übersieht einen großen Teil ihrer Ausstattung. Ein langsamer Rundgang entlang der Seitenkapellen lohnt sich.
Heller Barockraum mit weißem Stuck
Der Innenraum ist als Wandpfeilerkirche aufgebaut. Zwischen den mächtigen Pfeilern liegen Seitenkapellen, darüber verlaufen Emporen. Durch die übereinander angeordneten Fenster fällt viel Licht in das Kirchenschiff.
Auffällig ist der beinahe vollständig weiße Stuck. Ranken, Blätter, Girlanden und Rosetten überziehen Pfeiler, Bögen und Decke. Große Teile der ursprünglichen Ausstattung gingen nach dem Bombenangriff von 1944 und durch eindringende Feuchtigkeit verloren. Beim Wiederaufbau wurde der Schmuck teilweise vereinfacht rekonstruiert. Im Chorraum lässt sich noch besonders gut erkennen, wie dicht die barocke Gestaltung ursprünglich gewesen sein muss.
Hochaltar und farbige Seitenaltäre
Der dunkle Hochaltar bildet einen deutlichen Kontrast zum hellen Kirchenraum. Was wie schwerer Marmor aussieht, besteht größtenteils aus kunstvoll gearbeitetem Stuckmarmor. Dabei wurden gefärbter Gips, Holz und Draht so verarbeitet, dass eine glänzende Steinoberfläche entstand.
Das Verfahren erlaubte feinere Formen und freiere Farben als echter Marmor. Neben dem Hochaltar gehören mehrere Seitenaltäre zum vollständigen Rundgang, darunter der Johannes-, Sebastian-, Andreas-, Joseph-, Pantaleon- und Paulusaltar.
Das Chorgestühl
Das geschnitzte Chorgestühl entstand 1701 und bot auf jeder Seite Platz für 15 Personen. Zu erkennen sind unter anderem König David mit Harfe und Moses mit den Gesetzestafeln.
Vor der Säkularisation war der Chorraum vom übrigen Kirchenschiff getrennt. Die Mönche nahmen im Chorgestühl Platz, während die übrigen Gottesdienstbesucher hinter einer Abtrennung blieben. Dadurch wird sichtbar, dass der Bau ursprünglich zugleich Kloster- und Pfarrkirche war.
Kanzel, Taufstein und Kruzifix
Die barocke Kanzel gehört zu den wertvollsten Einzelstücken der Ausstattung. Daneben solltest du auf das große Kruzifix im heutigen Altarbereich und den Taufstein achten.
Der heutige Hauptaltar im Kirchenschiff wirkt deutlich schlichter als der historische Hochaltar im Chor. Gerade dieser Gegensatz zeigt, wie sich die ehemalige katholische Klosterkirche zu einer evangelischen Gemeindekirche entwickelt hat.
Der ungewöhnliche Gewölbekeller
Unter dem Kirchenschiff befindet sich keine klassische Krypta, sondern ein großer Gewölbekeller. Er diente früher als Weinlager. Die Fässer wurden über eine Rampe in den Keller gerollt.
Während des Zweiten Weltkriegs nutzten Menschen aus Friedrichshafen das Gewölbe als Luftschutzraum. Der Keller gehört nicht zum normalen frei zugänglichen Rundgang, wird aber bei ausgewählten Führungen thematisiert.
Die Orgel der Schlosskirche Friedrichshafen
Die Orgel ist nicht nur Begleitinstrument für Gottesdienste. Durch die zahlreichen Konzerte gehört sie zu den wichtigsten Teilen des kulturellen Lebens in der Schlosskirche.
Die heutige Hauptorgel wurde 1969 und 1970 von der Firma Weigle gebaut. Eine erste Erweiterung erfolgte 1988. Bei der grundlegenden Sanierung im Jahr 2022 blieb die historische Pfeifensubstanz erhalten, gleichzeitig kamen technische und klangliche Erweiterungen hinzu.
Das Instrument besitzt heute sieben Werke. Vier befinden sich auf der Westempore, drei weitere sind im östlichen Chorraum angeordnet. Zusätzlich steht eine fahrbare Truhenorgel aus dem Jahr 2010 zur Verfügung.
Die lange Orgelgeschichte begann bereits 1701 mit einer großen Orgel für die damalige Klosterkirche. Mehrfach wurden Instrumente versetzt, ersetzt oder erweitert. Beim Luftangriff am 28. April 1944 wurde auch die damalige Weigle-Orgel zerstört. Die heutige Orgel verbindet deshalb historische Bestandteile mit moderner Technik.
Am eindrucksvollsten lässt sie sich bei einem Orgelkonzert oder einer Matinee erleben. Der große Kirchenraum entwickelt dann eine Wirkung, die bei einer stillen Besichtigung nur zu erahnen ist.
Von der Klosterkirche zur evangelischen Schlosskirche
Der heutige Bau entstand zwischen 1695 und 1702 nach Plänen des Vorarlberger Barockbaumeisters Christian Thumb. Die Kirche gehörte zum Benediktinerkloster Hofen und wurde am 8. Oktober 1702 geweiht. Zur damaligen Zeit war sie der größte barocke Kirchenbau am Bodensee.
Nach der Säkularisation wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer. Hofen und Buchhorn wurden schließlich zur Stadt Friedrichshafen vereinigt. Das frühere Kloster wurde zum Schloss und diente dem württembergischen Königshaus als Sommerresidenz.
Seit 1812 nutzt die evangelische Gemeinde die ehemalige Klosterkirche. Die Bezeichnung Schlosskirche bezieht sich daher auf das benachbarte Schloss. Es handelt sich nicht um die Schlosskirche in Wittenberg, die eng mit Martin Luther und der Reformation verbunden ist.
Am 28. April 1944 traf ein schwerer Bombenangriff auch den Schlosskomplex. Dachstuhl und Südturm brannten aus, Teile der Ausstattung sowie die Orgel wurden zerstört. Regen und Schnee drangen anschließend in das ungeschützte Gebäude ein und beschädigten Stuck und Deckenbilder zusätzlich.
Mit Unterstützung aus der Schweiz konnte zunächst ein Notdach errichtet werden. Am 1. Juli 1951 wurde die Kirche wieder für Gottesdienste eingeweiht, die weiteren Wiederherstellungsarbeiten dauerten noch mehrere Jahre.
Öffnungszeiten und Eintritt
Für die Besuchssaison 2026 öffnete die Schlosskirche am Palmsonntag, dem 29. März. Während des Sommerhalbjahres gelten üblicherweise folgende Zeiten:
- Montag bis Mittwoch: 9 bis 18 Uhr
- Donnerstag: 11 bis 18 Uhr
- Freitag bis Sonntag: 9 bis 18 Uhr
- Eintritt: kostenlos
In den Wintermonaten bleibt die Kirche für den allgemeinen Besichtigungsverkehr geschlossen. Gottesdienste, Konzerte und angekündigte Führungen finden dennoch statt. Während Trauungen, Gottesdiensten, Proben oder Konzertvorbereitungen ist keine Besichtigung möglich.
Da es sich um eine aktive Kirche handelt, können sich die tatsächlichen Zeiten kurzfristig ändern. Vor einer längeren Anfahrt solltest du die aktuellen Besucherinformationen der Schlosskirchengemeinde prüfen.
Wie viel Zeit braucht man?
Für einen schnellen Blick reichen etwa 15 Minuten. Damit würdest du jedoch nur das Kirchenschiff und den Hochaltar wahrnehmen.
Sinnvoller sind:
- 30 bis 45 Minuten für einen ruhigen Rundgang
- etwa 90 Minuten für eine Führung
- zwei bis drei Stunden zusammen mit Schlosssteg, Schlosshorn und einem Spaziergang am See
Führungen durch die Schlosskirche
Bei einer Führung werden Bereiche und Zusammenhänge erklärt, die während einer freien Besichtigung leicht übersehen werden. Dazu gehören die frühere Trennung zwischen Mönchen und Laien, die Entstehung des Stuckmarmors, die Zerstörung im Krieg und der Gewölbekeller.
Für 2026 werden unter anderem Schlosskirchenführungen mit optionaler Weinprobe sowie die Kostümführung „Mit dem Mönch durch die Schlosskirche“ angeboten. Im Dezember kommen besondere Adventsführungen hinzu. Die aktuellen Termine stehen in der Übersicht der Friedrichshafener Führungen.
Eine Weinprobe findet nicht im Kirchenraum statt, sondern anschließend in der Vinothek des benachbarten Schlosses.
Gottesdienste, Hochzeit und Taufe
Die Schlosskirche ist keine reine Sehenswürdigkeit, sondern Gemeindekirche. Der reguläre Sonntagsgottesdienst beginnt normalerweise um 9.30 Uhr. Am ersten Sonntag des Monats wird in der Regel Abendmahl gefeiert. Am dritten Sonntag schließt sich häufig das „Café Atelier“ an.
Trauungen und Taufen sind nach Absprache mit der evangelischen Schlosskirchengemeinde möglich. Ob ein gewünschter Termin verfügbar ist und welche Voraussetzungen gelten, muss direkt mit dem zuständigen Pfarramt geklärt werden.
Für eine Hochzeit ist außerdem wichtig: Das angrenzende Schloss befindet sich in Privatbesitz. Eine kirchliche Trauung bedeutet daher nicht automatisch, dass Schlossräume oder der gesamte Schlosspark für Feier oder Fotoaufnahmen genutzt werden können.
Kontaktdaten und zuständige Pfarrämter findest du bei der Evangelischen Schlosskirchengemeinde Friedrichshafen.
Konzerte und Kantorei an der Schlosskirche
Die Schlosskirche gehört zu den bedeutenden Konzertorten Friedrichshafens. Das Programm reicht von Orgelmusik und großen Oratorien bis zu Gospel- und Kammerchorkonzerten. Die traditionellen Sommerkonzerte zählen zu den am längsten bestehenden Kulturveranstaltungen der Stadt.
Für das weitere Jahr 2026 sind unter anderem vorgesehen:
- Meisterkonzerte an der Orgel im August
- Orgelmatineen nach dem Sonntagsgottesdienst
- Mendelssohns Oratorium „Paulus“ am 18. Oktober
- Konzert des Gospelchors Almost Heaven am 7. November
- Jubiläumskonzert des Kammerchors figure humaine am 27. November
- Silvesterkonzert am 31. Dezember
Termine, Programme und Karten findest du im laufend aktualisierten Veranstaltungskalender der Kirchenmusik Friedrichshafen.
Kantorei an der Schlosskirche
Die Kantorei ist ein gemischter Chor und bildet das Zentrum der großen konzertanten Kirchenmusik. Aufgeführt werden Oratorien, Passionen und geistliche Chorwerke aus mehreren Jahrhunderten.
Die Proben finden normalerweise montags von 19.30 bis 21.30 Uhr im Gemeindehaus in der Scheffelstraße statt. Neue Sängerinnen und Sänger können nach Angaben der Kirchenmusik unverbindlich eine Probe kennenlernen. Weitere Angaben stehen auf der Seite der Kantorei an der Schlosskirche.
Weihnachtsmarkt an der Schlosskirche
Rund um die Schlosskirche findet 2026 wieder der kleine Weihnachtsmarkt „Advent im Schlosshof“ statt. Geplant ist er von Donnerstag, 3. Dezember, bis Sonntag, 6. Dezember 2026.
Der Markt ist deutlich kleiner als der zentrale Weihnachtsmarkt in Friedrichshafen. Gerade das macht seinen Reiz aus: Hütten, offenes Feuer, regionale Speisen und Glühwein stehen in unmittelbarer Nähe der barocken Kirche.
Zusätzlich werden am 5., 12. und 19. Dezember 2026 Adventsführungen durch die Schlosskirche angeboten. Sie verbinden die Geschichte des ehemaligen Klosters mit einem anschließenden Besuch des Häfler Weihnachtsmarkts.
Wer gezielt den Weihnachtsmarkt an der Schlosskirche besuchen möchte, sollte deshalb auf die Bezeichnung „Advent im Schlosshof“ achten.
Anreise und Parken
Die Schlosskirche liegt westlich des Stadtzentrums am Ende der Uferpromenade. Vom Stadtbahnhof kannst du am See entlang zur Kirche laufen. Der Weg ist deutlich schöner als eine direkte Fahrt bis vor das Gebäude und lässt sich gut mit den übrigen Sehenswürdigkeiten am Ufer verbinden.
Direkt an der Schlossstraße befindet sich ein kleiner Parkplatz mit lediglich elf Stellplätzen. Besonders an Wochenenden, bei Gottesdiensten und Veranstaltungen ist er schnell belegt. Die aktuellen Gebühren und weitere Möglichkeiten findest du in der Parkplatzübersicht der Stadt Friedrichshafen.
Meine Empfehlung für einen längeren Stadtbesuch: Nutze ein Parkhaus im Bereich des Stadtbahnhofs und gehe über die Promenade zur Kirche. Dadurch musst du nach der Besichtigung keinen zweiten Parkplatz suchen.
Der beste Rundgang rund um die Schlosskirche
Nach der Innenbesichtigung solltest du nicht sofort ins Stadtzentrum zurückkehren. Rund um die Kirche liegen mehrere kleine Ziele dicht beieinander.
Gehe zunächst in Richtung See und weiter zum Schlosssteg Friedrichshafen. Von dort siehst du den Schlosskomplex vom Wasser aus und hast bei klarem Wetter freie Sicht über den Bodensee.
Nur wenige Schritte entfernt liegt das Schlosshorn. Der Platz eignet sich für eine längere Pause und gehört zu den schönsten Aussichtspunkten am westlichen Ende der Stadt.
Auch der Bereich rund um den Schlosspark Friedrichshafen verdient einen Blick. Beachte dabei, dass Schloss und private Bereiche der Anlage nicht frei zugänglich sind.
Wer in der Umgebung nach der kleinen Engelsfigur sucht, findet alle Einzelheiten beim Schutzengel-Ömäle. Dadurch bleibt genügend Zeit, die Schlosskirche selbst auf dieser Route als Hauptziel wahrzunehmen.
Anschließend führt die Promenade zurück zum Stadtgarten, zum Stadtbahnhof und zu den weiteren Sehenswürdigkeiten von Friedrichshafen am Bodensee.
Lohnt sich die Schlosskirche Friedrichshafen?
Die Schlosskirche lohnt sich nicht nur für Menschen, die sich intensiv mit Kirchen oder Barockarchitektur beschäftigen. Ihre besondere Stärke liegt in der Verbindung aus Geschichte, Kunst, Musik und Lage am Wasser.
Ein kurzer Besuch lässt sich problemlos in einen Spaziergang integrieren. Wer genauer hinsieht, entdeckt jedoch weit mehr als die beiden bekannten Türme: die Spuren des früheren Klosters, die teilweise rekonstruierte Stuckdecke, das alte Chorgestühl, den ungewöhnlichen Weinkeller und eine Orgel mit mehr als 300 Jahren Vorgeschichte.
Besonders empfehlenswert ist die Kirche während eines Konzerts oder einer Führung. Dann wird aus einer stillen Sehenswürdigkeit ein Raum, dessen Größe und Akustik wirklich erlebbar werden.
FRQ – Häufige Fragen zur Schlosskirche Friedrichshafen
Wann ist die Schlosskirche Friedrichshafen geöffnet?
Während der Besuchssaison ist die Kirche in der Regel montags bis mittwochs sowie freitags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Donnerstags beginnt die Besichtigungszeit meist um 11 Uhr. Im Winter bleibt sie außerhalb von Gottesdiensten, Konzerten und Führungen geschlossen.
Kostet die Besichtigung Eintritt?
Nein. Der normale Besuch der Schlosskirche ist kostenlos. Für Führungen und bestimmte Konzerte können Eintritts- oder Teilnahmegebühren anfallen.
Wie hoch sind die Türme der Schlosskirche Friedrichshafen?
Die beiden Kuppeltürme sind jeweils 55 Meter hoch und bestehen aus Rorschacher Sandstein.
Ist die Schlosskirche katholisch oder evangelisch?
Der Bau entstand als katholische Klosterkirche des Benediktinerklosters Hofen. Seit 1812 wird er von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.
Wann findet der Gottesdienst statt?
Der reguläre Sonntagsgottesdienst beginnt normalerweise um 9.30 Uhr. Besondere Feiertage und Veranstaltungen können zu abweichenden Zeiten führen.
Kann man in der Schlosskirche Friedrichshafen heiraten?
Kirchliche Trauungen sind nach vorheriger Abstimmung mit der Schlosskirchengemeinde möglich. Termin, Zuständigkeit und Voraussetzungen müssen direkt mit dem Pfarramt geklärt werden.
Kann man das Schloss neben der Kirche besichtigen?
Nein. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht regulär für Innenbesichtigungen geöffnet.
Wann finden Konzerte in der Schlosskirche statt?
Konzerte werden über das gesamte Jahr verteilt angeboten. Schwerpunkte bilden Orgelkonzerte, Sommerkonzerte, Aufführungen der Kantorei sowie Advents- und Silvesterveranstaltungen. Der aktuelle Kalender steht bei der Kirchenmusik Friedrichshafen.
Was ist an der Orgel besonders?
Die Weigle-Orgel von 1970 wurde 2022 grundlegend saniert und erweitert. Sie besitzt sieben Werke, verteilt auf Westempore und Chorraum. Zusätzlich gibt es eine fahrbare Truhenorgel.
Gibt es einen Weihnachtsmarkt an der Schlosskirche?
Ja. Vom 3. bis 6. Dezember 2026 ist der kleine Weihnachtsmarkt „Advent im Schlosshof“ geplant. Er findet unmittelbar am Schlosskomplex statt.
Wo kann man an der Schlosskirche parken?
An der Schlossstraße gibt es einen kleinen Parkplatz mit elf Stellplätzen. Bei Veranstaltungen ist es meist besser, in der Innenstadt oder am Stadtbahnhof zu parken und über die Uferpromenade zur Kirche zu gehen.